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Frauenkleidermarkt „Wibri Ladiesnight“ feiert Premiere in Wulfen

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Die vielen Helferinnen und der Helfer des Frauenkleidermarkts. Foto: Alexander Fichtner

Was mit dem Kinderkleidermarkt begann, ist nun um ein neues Angebot erweitert worden: Am Abend des 18. April fand in der Kita Wittenbrink der erste Frauenkleidermarkt „Wibri Ladiesnight“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von engagierten Frauen, die ihre Ideen gemeinsam in die Tat umgesetzt haben und damit einen besonderen Abend für Frauen auf die Beine stellten.

Im Gespräch schildert Vanessa Kuhlmann, dass die Idee aus den bereits etablierten Kinderkleidermärkten heraus entstanden ist. Diese werden inzwischen seit mehreren Jahren zweimal jährlich organisiert. Der nächste Schritt lag für das Team daher nahe: Warum nicht auch einmal ein Angebot für Frauen schaffen? Gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Helferteam aus engagierten Müttern wurde aus diesem Gedanken der erste Frauenkleidermarkt. Alles lief auf freiwilliger Basis, getragen von Einsatzfreude, Teamgeist und dem Wunsch, etwas Schönes für andere Frauen zu gestalten.

Foto: Alexander Fichtner

Schon in der ersten Stunde zeigte sich, dass das Konzept aufgeht. Die Atmosphäre wurde als entspannt, gemütlich und fast wie eine kleine Ladies Night beschrieben. Anders als bei vielen Kindermärkten, bei denen zu Beginn großer Andrang herrscht, kamen die Besucherinnen hier über den Abend verteilt. Genau diese ruhige und persönliche Stimmung war von den Organisatorinnen ausdrücklich gewollt.

Mode in allen Größen für Frauen aus der Region

Besonders bemerkenswert ist die große Bandbreite des Angebots. Vertreten waren Kleidergrößen von 34 bis 54. Damit wurde bewusst ein Markt geschaffen, der Frauen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen anspricht. Laut Gesprächspartnerinnen zeigte sich bereits früh am Abend, dass das Angebot gut angenommen wurde und dass über alle Größen hinweg Interesse bestand.

Foto: Alexander Fichtner

Auch stilistisch war die Auswahl breit gefächert. Angeboten wurden moderne Kleidungsstücke, Markenartikel und günstige Mode für den Alltag. Gerade diese Mischung machte den Markt attraktiv. Es ging nicht darum, alte Ladenhüter aus dem Schrank zu holen, sondern tragbare, zeitgemäße Kleidung weiterzugeben und so neuen Besitzerinnen zugänglich zu machen.

Nachhaltig shoppen statt wegwerfen

Neben dem geselligen Aspekt stand auch der Nachhaltigkeitsgedanke im Mittelpunkt. Gut erhaltene Kleidung erhält auf diese Weise eine zweite Chance, statt ungenutzt im Schrank zu bleiben oder entsorgt zu werden. Im Gespräch wird deutlich, dass genau dieser Gedanke für die Organisatorinnen eine wichtige Rolle spielt. Der Markt verbindet damit Mode, Gemeinschaft und bewussten Konsum auf sinnvolle Weise.

Foto: Alexander Fichtner

Hinzu kam, dass das Helferteam viel Wert auf Qualität legte. Bereits ab dem Morgen wurden die Kleidungsstücke gesichtet und kontrolliert, um sicherzustellen, dass nur passende und gut erhaltene Ware in den Verkauf gelangt. Dieser zusätzliche Aufwand zeigt, mit wie viel Sorgfalt die Veranstaltung vorbereitet wurde.

Tombola, Getränke und Knabbereien für den guten Zweck

Zum Konzept des Abends gehörte nicht nur der Kleidermarkt selbst. Auch eine Losaktion wurde vorbereitet, die den Besucherinnen Spaß machen und gleichzeitig einen guten Zweck unterstützen sollte. Für einen Euro pro Los gab es attraktive Gewinne, darunter Schmuck, Kosmetik und weitere Preise, die gezielt auf Frauen ausgerichtet waren. Die Resonanz auf die Tombola fiel nach Angaben der Organisatorinnen sehr positiv aus.

Foto: Alexander Fichtner

Die Einnahmen der Losaktion gehen an den Förderverein der Kita. Damit sollte auch etwas an die Einrichtung zurückgegeben werden, die ihre Räumlichkeiten für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat. Getränke wurden gegen eine Spende angeboten, dazu standen kleine Knabbereien bereit. So wurde aus dem Markt mehr als nur eine Verkaufsveranstaltung: ein Abend zum Stöbern, Austauschen und Unterstützen.

Große Resonanz auf den ersten Frauenkleidermarkt

Schon während der Veranstaltung zeichnete sich ab, dass der Frauenkleidermarkt auf großes Interesse stößt. Besucherinnen kamen nicht nur aus dem direkten Umfeld der Kita, sondern teils auch aus anderen Orten, nachdem sie über Flyer und soziale Medien auf den Markt aufmerksam geworden waren. Nach Einschätzung des Teams wurden bereits in der Anfangsphase rund 45 bis 60 Besucherinnen gezählt.

Foto: Alexander Fichtner

Dass es sich nicht um ein einmaliges Projekt handeln könnte, deutete sich ebenfalls schnell an. Laut Vanessa Kuhlmann gab es schon während des Abends erste Rückmeldungen mit dem Wunsch nach einer Fortsetzung, etwa im Herbst. Die Organisatorinnen reagierten darauf bereits mit einer Warteliste. Aus einem ersten Versuch könnte damit eine feste Veranstaltung werden.

Der erste Frauenkleidermarkt in der Kita Wittenbrink hat damit gezeigt, was möglich ist, wenn Frauen gemeinsam Ideen entwickeln und ehrenamtlich umsetzen. Entstanden ist ein Ort, an dem nachhaltiges Einkaufen, Gemeinschaft und Unterstützung für die Kita auf gelungene Weise zusammenkommen.

Foto: Alexander Fichtner

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