Der Frühling 2025 war in der Emscher-Lippe-Region außergewöhnlich trocken – das belegen aktuelle Auswertungen der Emschergenossenschaft und des Lippeverbands. Besonders auffällig: Der Mai zählt in beiden Gebieten zu den 20 trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1931.
Im Gebiet der Emschergenossenschaft fielen im Mai durchschnittlich nur 35,3 Millimeter Niederschlag – das sind knapp 60 Prozent des langjährigen Durchschnitts von 60 Millimetern. Im Einzugsgebiet des Lippeverbands waren es sogar nur 34,5 Millimeter im Vergleich zum langjährigen Mittelwert von 58 Millimetern. Ein Liter Niederschlag pro Quadratmeter entspricht dabei einem Millimeter Regen.
Fast vier Wochen lang fiel kein Regen
Auffällig ist, dass der Großteil der ohnehin geringen Regenmenge erst gegen Monatsende zwischen dem 23. und 31. Mai fiel. In der rund vierwöchigen Trockenperiode davor – zwischen dem 25. April und dem 23. Mai – registrierten die Wetterstationen im Emscher-Gebiet gerade einmal 0,7 Millimeter Niederschlag, im Lippe-Gebiet nur 1,0 Millimeter.
Auch der gesamte meteorologische Frühling, der die Monate März bis Mai umfasst, war außergewöhnlich trocken. Im Emscher-Gebiet summierte sich der Niederschlag auf 112,5 Millimeter – der zwölfttrockenste Frühling seit 1931. Noch extremer war es im Lippe-Gebiet: Dort wurden im Schnitt lediglich 100 Millimeter gemessen. Damit liegt das Frühjahr 2025 dort auf Platz acht der trockensten Frühjahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Frühling nicht nur trocken, sondern auch warm
Neben der Trockenheit fiel auch die überdurchschnittliche Wärme auf: Alle drei Frühlingsmonate lagen beim Temperaturmittel über dem langjährigen Vergleichswert. Der März war mit 7,6 Grad Celsius rund 1,3 Grad wärmer als im Schnitt (6,3 Grad), der April sogar 2,1 Grad wärmer (12,0 statt 9,9 Grad). Im Mai lag die Durchschnittstemperatur bei 14,9 Grad – 0,8 Grad über dem Normalwert.




























