Vollblutgärtner haben sich den 15. Mai dick im Kalender angestrichen. Sie können es kaum erwarten, dass die letzte Eisheilige, die „Kalte Sophie“ vorbeigezogen ist. Dann sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten. Ausgerüstet mit Schere, Gartenschaufel, Handschuhen und Gießkanne können sie endlich wieder ihren Garten im Frühling zum Blühen bringen.

Nachdem Sträucher und Bäume mit neuen Blättern in allen erdenklichen Grüntönen den Frühling eingeläutet und Narzissen, Tulpen, Krokusse und Traubenhyazinthen Farbe in die Beete gebracht haben, beginnt nun auch bald wieder die Zeit der üppig blühenden Sommerblumen.

In allen Farben strahlende Balkone und Beete

Stauden sind bereits geteilt und zurückgeschnitten, der Rasen ist vertikutiert, die Blätter am Teichboden sind entfernt, Sträucher neu gepflanzt. Nun können Sie den Spaten zur Seite legen, denn jetzt geht es bald ans Bepflanzen der Beete, Balkonkästen und Blumentöpfe.

Auch Kübelpflanzen können endlich wieder ins Freie, um in frischer Erde mit ihrem Duft oder besonderem Wuchs die Terrasse zu verschönern. Sommerblumen können entweder direkt ins Beet gesät oder gepflanzt werden und schon bald strahlen Balkone und Beete wieder in allen erdenklichen Farben um die Wette.

Organischer Dünger fürs Wachstum

„Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt für die Frühjahrsdüngung mit einer ausgewogenen Nährstoffversorgung im Garten“, weiß Daniel Sottek, Inhaber des gleichnamigen Gartenpflegebetriebes. „Ich empfehle dazu organischen Dünger, denn der darin enthaltene Stickstoff unterstützt besonders die Pflanzen im Wachstum. Wir verwenden im Betrieb nur Produkte der Firma Oscorna, wie den Bodenaktivator für die Krümmelbildung und die Mikroorganismen im Boden, Rasaflor für einen gesunden und satten Rasen sowie Animalin für die Gehölze und Staudenkulturen“, fährt er fort.

Daniel Sottek verlässt sich dabei auf die Empfehlungen des Düngerexperten Stephan Tüns der Firma Oscorna: „Der Vorteil beim organischen Dünger im Gegensatz zu Kunstdüngern ist der, dass man nicht zu einer Überdüngung kommt und er nicht verbrennt, wenn man ihn nicht einwässert. Zudem ist er nachhaltig und umweltfreundlich.“

Unterschiedliche Stimmungen im Garten im Frühling mit Farben erzeugen

Die richtige Auswahl an Pflanzen und Farben kann nicht nur den Garten strukturieren, sie kann auch Stimmungen erzeugen. Ton in Ton wirkt das Beet ausgeglichen, Beete mit Blumen in den Farbgegensätzen wie beispielsweise Gelb kombiniert mit Blau oder Lila leuchten dadurch noch stärker. Eine einzelne Farbe im Beet wirkt ruhig, viele gemischte Farben wie Rot, Pink, Blau oder Gelb lassen das Beet fröhlich erscheinen.

Eine weiß-blaue Zusammenstellung wirkt kühl, wogegen eine ausschließlich weiße Bepflanzung das Beet elegant erscheinen und dunkle Ecken abends leuchten lässt. Blaue Farben vergrößern dagegen nicht nur optisch den Garten, sie bewirken auch eine gefühlte Abkühlung in der Sommerhitze. Gelb hingegen ist der Inbegriff des Sommers und die Pflanzen auf dem Balkon wirken wie eingefangene Sonnenstrahlen. Feuer verstrahlt ihr Garten, wenn sie rote Blumen pflanzen.

Die Auswahl an Beet- und Balkonpflanzen ist riesig. Auf gehts mit neuen Pflanzideen zum Gärtner Ihres Vertrauens, bevor die schönsten Pflanzen vergriffen sind.

Garten im Frühling – So wird Ihr Gartenteich frühjahrsfit

Nun fordert auch der Gartenteich ein wenig Aufmerksamkeit, damit Sie im Sommer wieder ganz entspannt dem Plätschern eines Wasserfalls oder Springbrunnens genießen oder den Lebewesen im Teich zusehen können.

Warten Sie mit der Teichpflege aber besser, bis die Wassertemperaturen auf über zehn Grad steigen. Dann stören Sie die Lebewesen im Teich nicht mehr bei der Winterruhe. Und auch ihre Hände und Oberarme werden höhere Temperaturen zu schätzen wissen.

Algen vorbeugen

Wird es wärmer, so wachsen langsam die Wasserpflanzen auch wieder. Leider bilden sich nun aber auch die unerwünschten Fadenalgen. Sie können jedoch leicht mit einem rauen Stock abgefischt werden.

Vorbeugen können Sie durch die richtige Wahl der Pflanzen wie Froschbiss oder Krebsscheren, durch das regelmäßige Abfischen abgestorbener Pflanzenreste, aber auch im Wasser lebende Schnecken lassen sich die Algen schmecken.

Lebensbedingungen optimieren

Überprüfen Sie regelmäßig die Wasserwerte, wie beispielsweise die Wasserhärte, den pH-Wert Ihres Teiches, der zwischen 7 und 8,5 liegen sollte oder auch die Höhe der Giftstoffe, die den Teichbewohnern gefährlich werden können. Diese Werte können sie schnell und einfach mit Teststreifen überprüfen. Sind diese Werte im grünen Bereich, so optimieren Sie die Lebensbedingungen der Kleinlebewesen. Zudem haben sie weniger Probleme mit den grünen Algen.

So wie im Beet können Sie nun auch die Wasserpflanzen sowie die Stauden am Ufer schneiden, teilen oder neu pflanzen. Hier zahlt es sich aus, wenn Sie stark wuchernde Gewächse in Pflanzkörbe mit spezieller Wasserpflanzenerde in den Teich gesetzt und diese mit Kies zum besseren Anwachsen beschwert haben. Diese können Sie nun einfach entnehmen.

Achten Sie dabei auch sofort auf Schädlinge, die Sie entfernen sollten, damit Sie nicht überhandnehmen. Die grünen Raupen des Seerosenzünslers können Sie einfach mit dem befallenen Blatt in einem Kescher sammeln.

Genießen Sie die kommende schöne Jahreszeit und machen nach getaner Arbeit vielleicht sogar unter einem alten Baum eine Pause.

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Martina Jansen
Hallo, ich bin Martina Jansen. Meine Heimat ist das Monatsmagazin „Lokallust“, aber da wir mit den „Heimatmedien“ eng zusammenarbeiten, richte ich mich seit einiger Zeit nun auch hier als freie Mitarbeiterin häuslich ein. Als nicht gelernte Redakteurin schreibe ich aus dem Bauch heraus und lasse dabei unbewusst, gerne aber auch ganz bewusst, redaktionelle Regeln aus. Soll heißen: Ich schreibe so, dass ich auch verstanden werde. Gerne treffe ich mich mit Menschen aus Dorsten, Schermbeck oder Raesfeld, die ein verrücktes Hobby haben, ehrenamtlich tätig sind oder einfach „gut drauf“ sind, also mit Menschen wie du und ich und bin jedes Mal darauf gespannt, welche Geschichte am Ende dabei herauskommt.

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