Ein voller Erfolg war der Tag der offenen Tür an der Gesamtschule Wulfen (GSW), bei dem Schulleiter Hermann Twittenhoff zahlreiche interessierte Besucher begrüßen durfte. „Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden und auch darüber, dass wir unser breites Angebotsspektrum als Kulturschule der Stadt Dorsten einem interessierten Publikum präsentieren konnten. Unsere Schule ist dafür sehr gelobt worden“, zeigte sich Twittenhoff erfreut.
Die Gäste erhielten dabei umfassende Einblicke in die besonderen Lernkonzepte, kulturellen Schwerpunkte und modernen Lernmethoden der Schule. Besonders im Fokus stand die kulturelle Ausrichtung der Gesamtschule Wulfen, die durch Präsentationen der Kreativklassen, Bläser- und Kulturklassen sowie das Fach „Darstellen und Gestalten“ glänzte. Dieses kreative Wahlpflichtfach können Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse wählen – eine Anmeldung zum Kulturschwerpunkt ist bereits ab der fünften Klasse möglich, ganz ohne Vorkenntnisse.

Neues Lernzeitenkonzept begeistert
Ein Highlight des Tages war die Vorstellung des innovativen Lernzeitenkonzepts. Es unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch selbstständig und reflektiert zu lernen. Ziel ist es, dass Kinder eigenverantwortlich Lernziele setzen und diese später kritisch überprüfen. „Dieses Konzept wird von den Fachlehrkräften begleitet und fördert die Selbstregulation in besonderem Maße“, erklärte Twittenhoff dazu.

In der „Schulstraße“, einem zentralen Aufenthalts- und Lernort, konnten die Besucher an interaktiven Mitmachangeboten teilnehmen und moderne Klassenräume besichtigen. Diese sind optimal auf selbstständiges und differenziertes Lernen ausgelegt. Zudem wurden die Vorteile der Differenzierungsräume präsentiert, die für Kleingruppenarbeit und individuelle Förderung – etwa bei Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreib-Schwäche – genutzt werden.
Breites Angebot und moderne Technik
Die Besucher hatten dabei auch Gelegenheit, die Vielfalt der Fachbereiche kennenzulernen. Abteilungsleiterin Barbara Bögl stellte die Informatik- und Digitalkonzepte vor: „Unsere Lehrkräfte präsentierten sowohl das Pflichtfach Informatik der Klassen 5 und 6 als auch die kontinuierlich weiterentwickelten Maßnahmen zur Medienkompetenz.“ Informatik kann ab Klasse 7 als Wahlpflichtfach und in der Oberstufe vertiefend gewählt werden. Modernste Ausstattung, wie drei Fachräume mit Smartboards und ein umfangreicher Bestand an iPads, machen die GSW zu einer Vorreiterin in Sachen Digitalisierung.

Auch die sprachliche Vielfalt der Schule wurde gewürdigt: Neben Englisch, Französisch und Spanisch bietet die GSW auch Latein an. In der schuleigenen Großküche konnten Gäste den Schülerinnen und Schülern beim Backen über die Schulter schauen, was für wohlriechende und köstliche Eindrücke sorgte.
Naturwissenschaften und Inklusion als Erfolgsmodelle
Die Naturwissenschaften an der Gesamtschule Wulfen zeichnen sich durch zahlreiche überregionale Wettbewerbserfolge aus. Doch auch der gelebten Inklusion wurde ein besonderer Platz eingeräumt: Die „Case Creole“, ein von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf geführter Schülerladen, zeigte die Stärke des inklusiven Ansatzes der Schule. „Inklusion ist bei uns seit mehr als 25 Jahren fest im Unterricht verankert“, betonte Twittenhoff.
Einblick in eine vorbildliche Schulkultur
Neben den zahlreichen Präsentationen standen die Lehrkräfte den Besuchern für Fragen und Beratungen zur Verfügung. „Wir haben sehr viele, intensive Beratungsgespräche geführt“, bilanzierte die Schulleitung um Twittenhoff, Barbara Bögl und Michael Andres, der die Oberstufe leitet. Die GSW ist bekannt für ihre Auszeichnungen, unter anderem als „Schule ohne Rassismus“, „Schule ohne Gewalt“ und „Gesunde Schule“. Als MINT-Schule und Bundessiegerin des Jugend-Software-Preises genießt sie dabei überregionale Anerkennung.

Gegen 13 Uhr endete der Tag der offenen Tür. Hermann Twittenhoff und sein Stellvertreter Markus Jakschik zeigten sich sichtlich zufrieden mit der Resonanz und freuten sich über das große Interesse an ihrer Schule. Die GSW hat sich einmal mehr als zukunftsweisende Bildungsinstitution und kulturelles Zentrum der Stadt Dorsten präsentiert.




























