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Vinyl Flash und Filmabend im Gemeinschaftshaus Wulfen

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Gemütliche Vinyl-Runde im GHW. Foto: Alexander Fichtner

Ein Wochenende voller Kultur, Musik und Geschichte – so lässt sich das vergangene Wochenende im Gemeinschaftshaus Wulfen treffend zusammenfassen. Zwei besondere Veranstaltungen lockten zahlreiche Besucher an und sorgten für inspirierende Momente.

Martin und Doris Grewer hatten die Idee zum Vinyl-Flash. Foto: Alexander Fichtner

Am Freitagabend fand die erste Vinyl Flash Party statt, die Musikliebhaber aus der Region zusammenbrachte. Mehr als 40 Besucher versammelten sich zu einem gemütlichen und abwechslungsreichen Abend. Der analoge Klang der Schallplatten stand im Mittelpunkt. Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, eigene Vinyl-Schätze mitzubringen, vorzustellen und gemeinsam zu genießen. Die musikalische Bandbreite reichte von Neil Diamond über BAP bis hin zu klassischer Musik.

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Es war nostalgisch. Foto: Alexander Fichtner

Rock im Gemeinschaftshaus Wulfen

Ein Highlight war die Platte der griechischen Stoner-Rock-Band Naxatras, die Josepha Grewer vorstellte. Sie entdeckte die Band zufällig über Streaming und hatte 2024 erstmals die Gelegenheit, sie live in Dortmund zu erleben. „Es ist schon toll, Bands aus dem Digitalen zurück ins Analoge zu holen und sie so auch anderen zugänglich zu machen“, sagte Grewer begeistert.

Josepha Grewer mit ihrer Platte. Foto: Alexander Fichtner

Filmabend mit Zeitdokument: „Die Potemkinsche Stadt“

Am Samstag wurde es im Gemeinschaftshaus Wulfen künstlerisch und geschichtlich zugleich. Das Filmbüro NW präsentierte den Dokumentarfilm „Die Potemkinsche Stadt“ von Filmemacherin Mischka Popp. Der Film aus dem Jahr 1988. Er beleuchtet den ersten Abriss eines Wohnhochhauses in Wulfen, der 1987 stattfand – nur 14 Jahre nach dem Richtfest. Die als „Wohnform der Zukunft“ gefeierte Metastadt Wulfen entwickelte sich schnell zu einem gescheiterten Projekt und wurde für viele Bewohner zum Albtraum.

Einführung in den Film Abend. Foto: Alexander Fichtner

Die Filmvorführung fand im Rahmen der Reihe „Dem Land seine Bilder geben“ statt. Die Reihe wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Besonders spannend war die Anwesenheit der Filmemacherin Mischka Popp. Sie gewährte Einblicke in die Entstehung des Films. Dabei gab es mit den Besuchern einen Austausch über die Bedeutung solcher Architekturprojekte in Vergangenheit und Gegenwart.

Christian Gruber erzählt zum Thema Metastadt. Foto: Alexander Fichtner

Ein erfolgreiches Kulturwochenende

Die beiden Veranstaltungen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig es ist, Kulturformate zu bewahren und Räume für Austausch und Reflexion zu schaffen. Während die Vinyl Flash Party für musikalische Nostalgie und neue Entdeckungen sorgte, bot der Filmabend eine wertvolle Auseinandersetzung mit der Bau- und Sozialgeschichte Wulfens. Ein Wochenende, das eindrücklich bewies, wie lebendig das Gemeinschaftshaus Wulfen als kultureller Treffpunkt ist.

Foto: Alexander Fichtner

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