Projektwoche gehört zum Schulende wie Zeugnisausgabe

Wulfen. „Die Projektwoche an der Gesamtschule Wulfen ist eine fest in unserem Schulleben verankerte, bei Schülern wie Lehrern gleichermaßen lieb gewonnene Tradition, die zum Schuljahresende ebenso dazu gehört wie die Zeugnisausgabe“, sagte Schulleiter Hermann Twittenhoff. Den Schwerpunkt bildeten in diesem Jahr die pädagogische Arbeit mit den Schülern und das Verbringen von gemeinsamer, bedarfsorientierter Zeit mit der Klasse, so die Didaktische Leiterin Susanne Oengoeren.

Vorausgegangen war ein Jahr unter Coronabedingungen mit wochenlangem Distanzlernen und vielen weiteren Auflagen. Erst seit rund vier Wochen seien alle wieder gemeinsam in der Schule, ergänzt Susanne Oengoeren. Der Blick in die Zukunft werde geprägt von persönlichen und Klassenzielen.

Vom Projekttag zur Projektwoche

Was vor vielen Jahren mit einem Projekttag begann, hat sich inzwischen zu einer ganzen Woche jeweils vor den Sommerferien gemausert: Schüler der 5. bis 12. Jahrgangsstufe entwickeln unter „normalen“ Bedingungen jahrgangsstufenübergreifend Ideen für Projekte, die sie interessieren und die sie immer schon einmal realisieren wollten. Gemeinsam mit Lehrern setzen sie diese dann mit großer Begeisterung um und präsentieren sie am letzten Tag der „ProWo“ der ganzen Schulgemeinschaft. „Das war bislang immer eine Garantie für eine sinnvoll genutzte letzte Schulwoche und damit für einen gelungenen Abschluss des Schuljahres“, erklärte Schulleiter Hermann Twittenhoff.

Nach über einem Jahr mit Corona und Distanzphasen, ging es in erster Linie darum, Zeit mit den Kindern zu verbringen. Klassenstärkung, Gruppen¬dynamik und soziales Miteinander sollten mit verschiedenen Aktionen gefördert werden.

Projektwoche der Gesamtschule Wulfen mit vielfältigen Aktivitäten

Es gab Kanu-Touren auf dem See und auf der Lippe (hauseigene Kanu AG), sportliche Outdoor Aktivitäten, Besuche von Klettergärten. Ausflüge, Picknick im Grünen, Kreatives Schreiben und Klassenraumgestaltung rundeten das Programm ab. Es wurden Texte und Bilder für Zeitkapseln geschrieben und gemalt. Die Schüler_innen bastelten Zeitkapseln und vergruben sie im Nachhinein. Schüler schrieben Theaterstücke für die Klasse zum Thema „Wir in einem Jahr“. Diese führten sie auch vor der Klasse auf. Andere hatten ihr Engagement für Umwelt und Personen durch Projekte wieder aktiviert.

Basteln mit Schülern: Willkommen in der Kreativwelt der Kulturschule Dorstens
Foto: Gesamtschule Wulfen

Zudem unterstützte der pädagogisch, psychosoziale Dienst (PPD) die Projektwoche mit „buchbaren“ Angeboten wie sozialem Training, Medienworkshops und Klassenfindung mittels erlebnispädagogischer Kooperationsspiele. Im Rahmen des Kulturprogramms waren Künstler und weitere externe Kooperationspartner im Haus, die die Klassen mit buntem Programm unterhielten und mit den Schülern workshopartig (auch in der unmittelbaren Umgebung in Wulfen / Dorsten) arbeiteten.

Aktion zum Thema Gleichberechtigung

Dazu gehörten eine Schmuckwerkstatt, ein Papierworkshop, Stelenbau sowie Ernährung und Bewegung. Bei Little Artists war ein riesiges Schulmosaik das Ziel. Das Theaterstück „Philotes“ konnte gestreamt, für die Lippe-Lese-Lounge am Deich kreativ geschrieben werden. Ein weiteres Highlight waren die Lesungen vom Autoren Manfred Theisen aus seinem Buch „Rot oder Blau – du hast die Wahl“.

Auch die Sekundarstufe 2 hatte sich mit Lerncoaching, der Zukunftswerkstatt: Lernen in der Oberstufe, einer Kooperation mit der Stadt Dorsten und den zuständigen Dezernenten und Architekten: Begleitung des Projekts „Baubude – Erneuerung der Ladenzeile“, der Projektbe¬gleitung Auenwald in Dorsten, der Neugestaltung der Bank für den Wappenbaum in Wulfen und der Abitur Gremiumsarbeit kräftig ins Zeug gelegt. Schließlich ließ die Schülervertretung (SV) die Woche mit einer Aktion zum Thema Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung ausklingen. Mit einer regenbogenfarbenen Flaggenaktion sorgte sie für Aufmerksamkeit in der Schulgemeinde.

Gesamtschule Wulfen – Projekte die zusammenschweißen

„Es war ein wunderbarer Abschluss eines anstrengenden Jahres, der gezeigt hat, wie wichtig gemeinsame Zeit, gemeinsame Projekte sind, die zusammenschweißen und weiterhin „krisenfest“ machen“, resümmierte Hermann Twittenhoff und weiter: „Auch wenn es anfangs viele verständlicherweise anstrengend fanden, in der letzten Woche noch diese vier bedarfsorientierten Tage durchzuziehen, stellen wir gegen Ende der Woche fest, dass die Kinder und auch die Kollegen unheimlich viel positives Feedback zu diesen Tagen spiegeln.“.

Bildzeilen:
Im Mittelpunkt der Projektwoche an der Gesamtschule Wulfen stand die Stärkung der Klassengemeinschaft.

Basteln mit Schülern: Willkommen in der Kreativwelt der Kulturschule Dorstens.

Vorheriger ArtikelBürgermeister Tobias Stockhoff wünscht schöne und erholsame Ferien
Nächster Artikel#38 Radiomann und Groundhopper: Tobias Rode
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.