Die Schüler des GSW-Teams „Case Creole“ haben sich dazu entschlossen, zwei Spenden in Höhe von insgesamt 1000 Euro zu tätigen. Von diesem Betrag wurden 500 Euro an die Organisation „Essener Chancen“ gespendet, welche vielfältige Unterstützung für benachteiligte Kinder bietet. Die verbleibenden 500 Euro gingen an den „Treffpunkt Altstadt“ in Dorsten.
Die Entscheidung für diese Hilfsorganisationen erfolgte nach gründlicher Recherche und Vorstellung verschiedener Optionen. Hermann Twittenhoff, Leiter der Gesamtschule Wulfen, betonte, dass den Schülern die Regionalität der unterstützten Projekte besonders wichtig war.
Case Creole: Schülerunternehmen gibt es seit 2001
„Case Creole“, übersetzt als „das kreolische Haus“, beherbergt seit März 2001 ein Schülerunternehmen. Dieser Laden wurde von Schülern für ihre Mitschüler geschaffen. Dabei arbeiten Jugendliche aus den Jahrgängen 9 und 10 mit gleichaltrigen Mitschülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf zusammen. Der Laden bietet alles an, was Schüler im Unterricht benötigen, darunter Hefte, Bleistifte, Geodreiecke, Tintenpatronen und Zirkel. Der Verkauf findet an jedem Schultag während der großen Pausen und an „Langtagen“ auch in der Mittagspause im Schülerladen „Case Creole“ im Eingangsbereich der Mensa statt.

Die Idee, eine Schülerfirma zu gründen, entstand im Rahmen des Wahlpflichtbereichs II im Fach „Angewandte Bürokunde“ im Jahr 2000. Während des zweijährigen Projektunterrichts kommen die Schüler mit allen Tätigkeiten im Einzelhandel in Berührung, von der Sortimentsgestaltung über Werbung bis hin zur Buchführung.
Innovative Geschäftsidee
Zusätzlich führt die Schülergruppe verschiedene Projekte durch, bei denen innovative Geschäftsideen umgesetzt werden. Das Starterpaket für die neuen Fünftklässler gehört bereits zum Standardprogramm. Eine beliebte Aktion am Valentinstag ermöglicht es Schülern, über „Case Creole“ eine Rose an ihre „Herzdame“ oder ihren „Herzbuben“ zu senden. Im Schülerladen gibt es keine Löhne oder Gehälter; jeder arbeitet freiwillig und ehrenamtlich während des Unterrichts und in der Freizeit.
Die betreuenden Lehrer, Anneke Thier-Romswinkel und Volker Geschwandtner, erklären: „Die Schüler haben den Verkauf in den Pausen unterstützt und regelmäßig Dienste übernommen. Der Kurs ‚Angewandte Bürokunde‘ umfasst zwei Unterrichtsstunden pro Woche.“ Sie freuen sich über das Engagement der Schüler und hoffen, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit auch im kommenden Jahr fortgesetzt werden kann.




























