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Hat die Politik in Sachen Wolf versagt? Wolfsrisse im Wolfsgebiet Schermbeck reißen nicht ab

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Peter Malzbender, Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Wesel, überraschte bei der Pressekonferenz am 30. 8. in Hünxe/Gartrop-Bühl mit einer ungewöhnlich scharfen Aussage. Foto: Petra Bosse

Ungewöhnliche Töne vom NABU-Chef Kreis Wesel Peter MalzbenderAllein im Zeitraum vom 19. Juli bis 12. September 2024 wurden 19 Risse registriert, bei denen 42 Schafe sowie ein ungeborenes Lamm getötet wurden.

Peter Malzbender, der Vorsitzende des NABU-Kreisverbands Wesel, überraschte kürzlich mit einer ungewöhnlich scharfen Aussage. Obwohl er sich stets für den Erhalt und Schutz von Wölfen eingesetzt hat, forderte er auf einer Pressekonferenz, dass die Wölfin Gloria „gekillt“ werden müsse, falls sie für die jüngsten Schafrisse in der Region verantwortlich sei – eine ungewöhnliche Haltung für den Naturschutzbund.

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Peter Malzbender, Vorsitzender des NABU-Kreisverbands Wesel, überraschte bei der Pressekonferenz am 30. 8. in Hünxe/Gartrop-Bühl mit einer ungewöhnlich scharfen Aussage. Foto: Petra Bosse

Die Hintergründe zu dieser Forderung und die Meinung weiterer Politiker aus dem Kreis Wesel werden im Video erläutert. Das Video ist ein Zusammenschnitt aus der Pressekonferenz vom 30. August 2024.

Vierter Wolfsangriff im Wolfsgebiet Schermbeck bei Schafzüchter Specht

Erst gestern (11. September) wurde ein vierter Riss beim Schafzüchter Erich Specht in Gartrop-Bühl gemeldet. Dem Schäfer Erich Specht und seiner Familie bot sich ein grausames Bild. Der Wolf drang in eine Herde von 33 trächtigen und wertvollen Schwarzkopfschafen ein und verursachte schweren Schaden. Ein tragendes Schaf erlitt durch den Wolfsangriff schwerste Verletzungen. Das Tier wurde so stark aufgerissen, dass die Gedärme heraushingen. Bis zur Nottötung durch einen Tierarzt musste das Schaf unendliche Qualen erleiden.

Erneute Wolfsrisse bei Schäfer Specht Wolfsgebiet Schermbeck
Wolf (Symbolfoto) reißt wertvolles Mutterschaf in Gartrop-Bühl.

Weiteres Schaf und ungeborenes Lamm getötet

Ein weiteres Mutterschaf wurde ebenfalls getötet. Besonders grausam: Das ungeborene Lamm wurde der Mutter aus dem Leib gerissen. Auch dieser Vorfall hinterließ schreckliche Bilder, die der Familie Specht großes Leid zufügten.

Lamm aus Mutterschaf im Wolfsgebiet Schermbeck vom Wolf gerissen
Lamm aus Mutterschaf im Wolfsgebiet Schermbeck vom Wolf gerissen. Foto: Bürgerforum Gahlen Wolf

Nur einen Tag (12. September) später hat der Wolf – oder möglicherweise mehrere Wölfe – erneut in Schermbeck-Gahlen zugeschlagen und ein weiteres Schaf gerissen. Nur zehn Meter von einer Wohnbebauung entfernt. Das Bürgerforum Gahlen Wolf vermutet, dass es sich um mehrere Wölfe handeln könnte, da Kampfspuren über eine Fläche von 40 bis 50 Quadratmetern sichtbar sind. Zudem wurde das Schaf in verschiedene Richtungen gezogen (Schleifspuren), und eine große Menge Fleisch fehlt.

171 Wolfsriss im Wolfsgebiet Schermbeck am 12. September 2024
171 Wolfsriss seit 2018 im Wolfsgebiet Schermbeck am 12. September 2024 in Schermbeck-Gahlen. Foto: Bürgerforum Gahlen Wolf

171 bestätigte Risse durch den Wolf seit 2018

Seit 2018 hat sich die Zahl der gemeldeten Risse im Wolfsgebiet Schermbeck auf 171 erhöht. Allein im Zeitraum vom 19. Juli bis 12. September 2024 wurden 19 Risse registriert, bei denen 42 Schafe sowie ein ungeborenes Lamm getötet wurden.

Fünf dieser Übergriffe ereigneten sich hinter den empfohlenen Herdenschutzzäunen. Der aktuelle Vorfall markiert den sechsten Riss in Folge, nach Angriffen am 26. Juli, 19. August, 30. August, 3. September, 11. September und nun am 13. September 2024.

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