Heute ist der Namenstag der Heiligen Barbara. Sie steht für den Schutz der Bergleute
Der Barbarakult stammt aus dem Byzantinischen Reich und ist dort schon im 7. Jahrhundert bezeugt. In der lateinischen Westkirche wird die heilige Barbara erstmals um 700 erwähnt.
Die Verehrung der Heilige Barbara fand größtenteils im Steinkohlebergbau in Oberschlesien statt, als Sprengarbeiten unter Tage stattfanden. Sie galt als Beschützern vor Sprengunfällen.
Brauchtum
Das Oberschlesisches Brauchtum, besonders verbunden mit der heiligen Barbara, wurde in den 1950ziger Jahren gezielt gefördert, während der noch junge Steinkohlenbergbau seinerzeit im Ruhrgebiet noch keine eigene Tradition hatte. Und so wurde das Brauchtum der heilige Barbara auch im Ruhrgebiet übernommen. Vom Barbara-Brauchtum erhofften sich die Bergleute ein Element, das alle Bevölkerungsgruppen verbinden könnte. Dazu wurde die heilige Barbara als weltliche Schutzpatronin aller Bergleute interpretiert.
Nachkriegszeit
In dieser Zeit entstanden im Ruhrgebiet in der Nachkriegszeit viele katholische Barbara-Kirchen und Barbara-Heime, auch Barbara-Siedlungen.
In vielen Tunneln und Bergwerken unter Tage gibt es Nischen oder Schreine mit Barbaraskulpturen. In den Bergbau- und Steinindustriedörfern der Eifel war es Sitte, dass Bergleute und Steinmetze vor ihrem Bildnis die Grubenlampen als Weiheleuchten anzündeten, dort zählt die „hellig Frau“ zu den volkstümlichsten Heiligen.
Barbara von Nikomedien
Barbara war eine sehr schöne und kluge junge Frau. Ihr Vater Dioscuros versuchte, sie von der Außenwelt abzuschirmen und sperrte sie in einen eigens dafür gebauten Turm. Viele junge Männer aus Nikomedia hielten um ihre Hand an. Barbara jedoch wies die Verehrer zurück. In Abwesenheit ihres Vaters nahm Barbara den christlichen Glauben an und entschied sich, als Eremitin in einem Badehaus zu wohnen, das ihr Vater erbaut hatte. Dort ließ sie ein drittes Fenster hinzufügen – als Symbol der Dreifaltigkeit.
Als ihr Vater von ihrer Bekehrung zum Christentum erfuhr, versuchte er in rasender Wut, seine Tochter zu töten. Auf der Flucht öffnete sich vor Barbara ein Felsen. Ein Hirte verriet sie. Dann wurde sie gefangen genommen und vor einen Richter gebracht, der das Todesurteil aussprach und sie foltern ließ.
Dioscuros selbst enthauptete seine Tochter und wurde vom Blitz erschlagen. Hier ist der Anknüpfungspunkt für die Anrufung Barbaras in Gefahr eines plötzlichen Todes, zunächst durch Blitzschlag, dann aber auch im Bergbau und im Militär. (Quelle Wikipedia)




























