Große Ehre für einen der prägenden Köpfe des Dorstener Sports: Helmut Winkler, langjähriger Vorsitzender des Tanzsportzentrums (TSZ) Royal Wulfen, wird am 29. Oktober in Düsseldorf mit der Sportplakette des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Es ist die höchste sportbezogene Ehrung, die das Land zu vergeben hat.
Staatssekretärin Andrea Milz, die die Auszeichnung im K21 – dem Museum für internationale Gegenwartskunst der Kunstsammlung NRW – im Namen von Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichen wird, würdigt Winklers „außergewöhnliches Engagement für die Belange des Sports“ und seinen „vorbildlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“.
Fast fünf Jahrzehnte Ehrenamt
Winkler engagiert sich seit 1975 im Tanzsport. Aus dem damaligen Tanzsportclub Wulfen heraus gründete er 1985 den heutigen Verein TSZ Royal Wulfen, der inzwischen über 600 Mitglieder zählt und zu den größten Tanzsportvereinen im Kreis Recklinghausen gehört. Mit Weitblick und Beharrlichkeit formte Winkler den Verein zu einem echten „Big Player“ im nordrhein-westfälischen Tanzsport.
Unter seiner Leitung richtete der Verein mehr als 200 Wettkämpfe aus. Darunter war auch die Deutsche Meisterschaft in Jazz- und Modern Dance 1996 in der Essener Grugahalle. 1998 gelang dann ihm ein Meilenstein: Der Verein übernahm die ehemalige Kleinschwimmhalle am Wittenbrink und baute sie in Eigenregie zu einem modernen Trainingszentrum um, das 2006 erweitert und 2020 aufwendig saniert wurde.

Bundesverdienstkreuz bereits doppelt verliehen
Für sein jahrzehntelanges Engagement ist Helmut Winkler bereits mehrfach geehrt worden. 2004 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2021 folgte – zum zweiten Mal – das Bundesverdienstkreuz. Bürgermeister Tobias Stockhoff nannte ihn damals einen „Funktionär, Multiplikator und Kämpfer für den Sport“.
Teamgeist und Familienrückhalt
Winkler betont stets, dass seine Erfolge nur durch ein starkes Team und den Rückhalt seiner Familie möglich waren. Seit fast 50 Jahren ist er verheiratet und dankbar für die Unterstützung seiner Frau und seiner Söhne. „Meine Frau hat immer zu mir gehalten“, sagte er einmal. „Ohne diesen Halt wäre die Idee einer Profi-Infrastruktur gescheitert.“
Ein Vorbild für den Sport
Mit der Verleihung der Sportplakette reiht sich Helmut Winkler in eine kleine Gruppe Dorstener Sportgrößen ein. Vor ihm wurden nur der paralympische Goldmedaillengewinner Heinz Simon und Basketball-Nationalspielerin Marlies Askamp mit dieser Auszeichnung geehrt.
Für den 74-Jährigen ist die Ehrung nicht nur eine Würdigung seiner persönlichen Leistung, sondern auch eine Anerkennung für den gesamten Verein TSZ Royal Wulfen – und ein starkes Signal für die Bedeutung des Ehrenamts im Sport.




























