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Hendrik Wüst zu Gast im Jüdischen Museum Dorsten

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Prominente Gratulanten: Zum 30. Geburtstag des Jüdischen Museums kamen am Mittwoch viele namhafte Besucher nach Dorsten. Unter den Gästen waren auch Ministerpräsident Hendrik Wüst und Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.

30 Jahre sind vergangen, seit das Jüdische Museum Westfalen offiziell eröffnet worden ist. Als ein großes „Gemeinschaftswerk“ lobte Dr. Norbert Reichling die heutige Einrichtung. Der Vorsitzende des Trägervereins erinnerte daran, dass die Idee für das Museum aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden sei. „Heutzutage nennt man das wohl eine Graswurzelbewegung“, ergänzte Bürgermeister Tobias Stockhoff. Er lobte das Museum als einen „Ort der Demokratie“.

Viele prominente Vertreter aus Politik und Gesellschaft hatten sich am Museum eingefunden. Foto: Borgwardt

Hendrik Wüst trägt sich im Goldenen Buch ein

Anlässlich des Jubiläums fanden sich zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Gesellschaft ein. So war etwa der Münsteraner Bischof Felix Genn ebenso vertreten wie der Landesvorsitzende der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, Zwi Rappoport. Überregional bekannte Besucher waren etwa die Antisemitismusbeauftragte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die Generalsekretärin des Vereins „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, Sylvia Löhrmann, und natürlich der NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Wüst nutzte die Gelegenheit, sich in das Goldene Buch der Stadt Dorsten einzutragen.

Mit dem Eintrag ins Goldene Buch rundete der Ministerpräsident seinen Besuch ab. Foto: Borgwardt

„Große Dankbarkeit“

Norbert Reichling führte die Gäste durch die neue Ausstellung „Kinder auf der Flucht“ und durch die Dauerausstellung zum jüdischen Leben. Der Ministerpräsident zeigte sich hierbei interessiert und nachdenklich. „Dass nach der Shoah auch hier wieder jüdisches Leben entstehen konnte, ist für uns alle heute Grund zu großer Dankbarkeit“, betonte Wüst. Deshalb sei es wichtig, nicht nur an die Geschichte zu erinnern, sondern auch das heutige jüdische Leben sichtbar zu machen. Die Sicherheit der jüdischen Mitbürger sei zudem eine wichtige Aufgabe der Politik.

Das ist auch nicht immer einfach, gab Wüst zu. So sei es zum Beispiel „beschämend“ zu hören, wenn sich auch heute Juden noch nicht trauten, offen die Kippa zu tragen. „Genau da ist der Maßstab für unseren Erfolg, jüdisches Leben eben als Normalität in unserer Zeit zu zeigen“, mahnte der Ministerpräsident. Das Jüdische Museum helfe auch durch seine Angebote zum Dialog, das Verständnis zwischen Juden und Nichtjuden zu fördern. Für diese Aufgabe wünschte Hendrik Wüst dem Museum auch für die Zukunft alles Gute.

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