Die Kanalbrücke Dorsten, die die Altstadt mit den nördlichen Stadtteilen verbindet, ist ein Nadelör und ständiges Ärgernis für alle Autofahrer. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen.
Die Brücke an der Borkener Straße (B224) war Mitte August 2022 durch den Anprall eines Schiffes beschädigt worden. Seitdem ist der Gehweg auf Seiten der Mercaden beschädigt und für die Nutzung gesperrt. Eine Fahrbahn dient seitdem als Ersatzweg für Fußgänger und Radfahrer, was wiederum für Stau beim Autoverkehr sorgt. Seit Monaten zeigen sich die Autofahrer genervt und gefrustet über lange Wartezeiten und lange Autoschlangen vor der Brücke.
Fahrplan erreichte das Rathaus am Freitag
Am Freitag, 24. März, gab es die ersten Anzeichen, dass sich die Situation bald lösen könnte. „Ein Update zu den Reparaturarbeiten an der Kanalbrücke – hat uns heute vom zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Westdeutsche Kanäle erreicht“, berichtete Bürgermeister Tobias Stockhoff. „Nachdem in enger Abstimmung mit der beauftragten Fachfirma alle Planungen und Vorbereitungen zur Reparatur der Dorstener Straßenbrücke abgeschlossen wurden, haben in dieser Woche bereits erste vorbereitende Arbeiten begonnen.“

Baugruben werden in den kommenden Wochen ausgehoben
In den nächsten Wochen werden dann folgende sichtbare Arbeitsschritte folgen:
Vor und hinter der Brücke haben die Arbeiter Baugruben aus, damit die Verlegung der vorhandenen 10 kV-Stromleitungen aus dem späteren Arbeitsbereich an der Brücke erfolgen kann.
Hilfsträger kommt am 12. April, Gerüst am 17. April
Am 12. April legen die Fachleute einen Hilfsträger auf, um den seitlich an die Brücke angebauten Geh- und Radweg (derzeit gesperrter Bereich) zu stabilisieren. Dies ist zum einen notwendig, da die Statik dieses Anbauteils beeinträchtigt wird, wenn die beschädigten Querträger für den nachfolgenden Ersatz demontiert werden. Über diesen Hilfsträger werden diejenigen Stahlträger gesichert und ausgetauscht.
Am 17. April beginnt der Gerüstbau, der voraussichtlich drei Wochen in Anspruch nimmt.
Erster neuer Querträger kommt Anfang Mai
Anfang Mai wird dann der erste von drei beschädigten Querträgern unter dem Geh- und Radweg entfernt und durch einen neuen ersetzt.
Der Ersatz der Stahlträger wird drei Monate beanspruchen. Die Kanalbrücke wird jeweils von oben geöffnet, der beschädigte Träger gelöst und dann auf ein Schiff heruntergelassen. Anschließend verschweißen die Arbeiter einen neuer Träger aus Spezialstahl. Aus statischen Gründen kann man immer nur einen Träger entfernen und anschließend ersetzen.
Brücke soll im Spätsommer wieder fertig sein
Bauleiter Günter Franz ist zuversichtlich, dass das Nadelör bald Geschichte ist: „Die Vorbereitungen für die Reparatur waren außerordentlich komplex. Wir haben die Vorbereitungsphase sehr ambitioniert kalkuliert und den Zeitplan eingehalten. Unser Ziel bleibt es, die Brücke im Spätsommer wieder freizugeben.“
Während der Arbeiten ist der Wesel-Datteln-Kanal halbseitig für den Schiffsverkehr gesperrt. Entsprechen-de Informationen werden über die Portale der WSV bekanntgegeben. Die Reparaturarbeiten hatten die Ingenieure unter Berücksichtigung der nötigen Vorbereitungen von vornherein auf ein Jahr kalkuliert (siehe www.verkehr.nrw).




























