Eine gruselfreie Abendgestaltung lieferte gestern die Freie Christengemeinde Dorsten in der „Kirche im Bahnhof“ in Dorsten-Hervest. Dabei ging es nicht einmal um eine Alternative zu Halloween.
In Dorsten gab es am Halloweenabend etwa im Gemeinschaftshaus in Wulfen oder an der Zeche Fürst Leopold Partys für Horror- und Gruselfans. Die Freie Christengemeinde Dorsten orientierte sich an einem familienfreundlichen Programm in ihrer „Kirche im Bahnhof“ im Stadtteil Hervest. „Dunkel gibt es genug in der Welt“, so Pastor Jens Vogel. „Uns liegt mehr daran, Licht in die Welt zu bringen.“

Die Gemeinde nutzte diesen Abend als einen Tag der offenen Tür, richtete sich mit ihrem Angebot rund um Tischlaternenbasteln, Filmvorführung und sonstige Spiele eher an die Kinder. Diese konnten Legos bauen und sich beim Sackhüpfen austoben. Die etwas älteren Besucher nahmen den Kicker und das Klavier in Anspruch.

Lockere Gespräche und leckeres Essen
Jeden Sonntag stehen in der Kirche auch die Türen zum Café offen, so auch an diesem Abend. Das Essensangebot reichte von veganen und normalen Pizzabrötchen über Kürbissuppe mit Kartoffeln bis hin zu Apfelcrumble. „Es ist einfach schön, wenn die Leute in Kontakt zur Gemeinde kommen“, so Vogel.

Dafür sei diese Abspaltung der evangelischen Freikirchen auch nicht so festgefahren, wie man es von einem klassischen Gottesdienst kennen mag: Die Musik sei stark von Liedern aus Amerika und Australien geprägt. „Jeder ist frei in seiner Anbetung“, betont Vogel. Der Großteil seien aber deutsche Lieder. Außerdem werden die Predigten gestreamt und auf Youtube hochgeladen. Für den kompletten Gottesdienst müssen die Leute allerdings in die Kirche kommen.

Gemeinde begrüßt Besucher aus ganz NRW
Die Gemeinde erfreue sich eines großen Zulaufs aus Gladbeck, Marl, Haltern am See oder Dülmen und die Kirche werde jeden Sonntag von zwei afrikanischen Gemeinden aus ganz NRW genutzt. Eine davon komme aus Burundi und eine aus dem Kongo. Letztere kehre schon seit 24 Jahren in den Räumlichkeiten der Gemeinde ein.

„Richtig Party, richtig tanzen“
Nach einem Gewinnspiel endete der Abend in der „Kirche im Bahnhof“ mit einer „Lobpreisparty“. Mit einem Beamer wurden christliche Lieder mit Songtexten an die Wand geworfen, begleitet von einer Lichtorgel. Der sonst bestuhlte Hauptraum wurde kurzerhand von fast allen Anwesenden zur Tanzfläche umfunktioniert. „Richtig Party, richtig tanzen“, fasst Christiane Kasch vom Welcome-Team das Ganze zusammen. Die Lobpreispartys seien auch Teil der Gottesdienste, aber an diesem Abend wurde die Musik nochmal ordentlich lauter gedreht.

Am 23. November veranstaltet das Netzwerk Mission Dorsten in der „Kirche im Bahnhof“ das „Dorstener Forum gegen Einsamkeit“.




























