Glosse von Anke: Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit.
Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Backe, backe Kuchen …
„Man muss auch loslassen können“, versuchte ich meine angeknackste Hausfrauenehre wieder aufzurichten und haute tapfer den missratenen Biskuit-Boden in den Mülleimer. Doch leichte Panik griff nach mir, als ich beim anschließenden Blick durchs Backofenfenster den nächsten „Trümmerberg“ heranwachsen sah: Die gebrochene Teigmasse, die sich schon zehn Zentimeter über den Springformrand erhob, glich eher einem Vulkanausbruch, als einem angehenden Käsekuchen. „Hallo, mein Freund, wohin des Weges, soll ich Dir vielleicht die Tür öffnen, damit Du zum Nachbarn laufen kannst?“, fühlte ich mich stark an die Geschichte vom dicken, fetten Pfannekuchen erinnert.
Ich beschloss, bis zum Klingeling der Küchenuhr zum offiziellen Backzeitende die sich anbahnende Katastrophe zu ignorieren. Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellte, denn als ich eine bange Stunde später wieder in die Röhre spähte, hatte sich der aufgeblasene Teigklops in seine Form zurückgesenkt, als ob nichts geschehen wäre.
Womit bewiesen wäre: Es wird nichts so heiß gegessen, wie’s gebacken wird!




























