Bürgermeister Stockhoff begutachtet mit Architekt Boos das Ergebnis

Architekt Thomas Boos (vorne rechts) im Gespräch mit Bauleiter Waldemar Hermann,
Elvira Brandt-Schulte vom Gebäudemanagement der Stadt
Dorsten und Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Foto: Stadt Dorsten

Dorsten (pd). Nach rund acht Monaten Bauzeit konnte die Umgestaltung der ehemaligen Trauerhalle auf dem Waldfriedhof Holsterhausen nun abgeschlossen werden. Das Kolumbarium verfügt jetzt über acht Plätze mehr.

Gemeinsam mit Architekt Thomas Boos und Elvira Brandt-Schulte, Projektverantwortliche im Zentralen Gebäudemanagement der Stadt, inspizierte Bürgermeister Tobias Stockhoff am Donnerstag das Ergebnis.

Kolumbarium erhält 279 neue Plätze

In einem ersten Bauabschnitt wurde das Gebäude 2011 renoviert. Vier Aufbahrungsräume wurden dabei aufgegeben. In diesen Räumen entstand das erste Kolumbarium in Dorsten, auch bekannt als „Urnenwand“. Angehörige wählen immer öfter die Beisetzung von Urnenin den Kammern des Kolumbarium. In diesem ersten Bauabschnitt wurden 87 Urnen in Wahlgrabkammern (mit mehreren Plätzen) beigesetzt sowie 88 in Einzelgrabkammern.

Im zweiten Bauabschnitt wurde das vollständig belegte Kolumbarium nun um neue Plätze erweitert. Hier bestehen nun Möglichkeiten, 63 Urnen in Einzelgrabkammern beizusetzen sowie 216 Urnen in Wahlgrabkammern. Da alle Kammern die gleiche Größe aufweisen, kann bei Bedarf zwischen Wahl- und Einzelgrabkammer umgestellt werden.

Für Beisetzungen schufen die Arbeiter zum Innenhof, neben dem Eingang zur Trauerhalle, einen neuen Zugang. Ein ehemaliger Raum für Sargträger der Bestatter wurde zu einem neuen Aufbahrungs- und Abschiedsraum umgewandelt.

Bestattungskultur unterliegt extremen Wandel

Architekt Thomas Boos erläuterte, dass sich die neuen Elemente gut in die Struktur des Gebäudes einfügen. „Mit der Erweiterung des Kolumbariums und dem neuen Aufbahrungsraum durch unser Büro ist die 2011 begonnene Erneuerung des Gebäudes nun abgeschlossen worden und eine Bereicherung für den Waldfriedhof.“

Der neu gestaltete Aufbahrungsraum. 
Foto: Stadt Dorsten

Er dankte zugleich den auf Seiten der Stadt beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Grünflächenabteilung des Tiefbauamtes und im Zentralen Gebäudemanagement für die gute und reibungslose Zusammenarbeit, insbesondere Stefan Borkenfeld, dem ständigen Ansprechpartner vor Ort.

Bürgermeister Tobias Stockhoff zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Die Bestattungskultur unterliegt in den letzten Jahren einem extremen Wandel. Es kommt immer häufiger vor, dass Hinterbliebene schon in den 60ern ihres Lebens stehen, wenn sie ihre Eltern beisetzen. Es ist dann kaum noch zu leisten, für 25 Jahre die Verantwortung für die Pflege einer Gruft zu übernehmen. 

Kolumbarium – Grabpflege mit wenig Aufwand

Zunehmend gefragt sind deshalb würdige und mit wenig Aufwand zu pflegende Grabstätten als Alternative zum althergebrachten Grab. Mit einer behutsamen Erweiterung der Bestattungsformen hat die Stadt Dorsten schon vor Jahren begonnen, auf diese Entwicklung zu reagieren. So wurden Rasengräber eingeführt oder Waldbestattungen unter Bäumen. Und auch dieses erste Kolumbarium in Dorsten ist eine Reaktion auf den gesellschaftlichen Wandel in unserer Bestattungskultur.“

Mit der Erweiterung auf dem Waldfriedhof sind in Dorsten nun wieder Kolumbariums-Plätze verfügbar. Die nächste Urnenwand dieser Art wird auf dem kommunalen Friedhof in Hervest an der Glück-Auf-Straße entstehen.

Die Bilder zeigen Architekt Thomas Boos (vorne rechts) im Gespräch mit Bauleiter Waldemar Hermann, Elvira Brandt-Schulte vom Gebäudemanagement der Stadt Dorsten und Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie den neu gestalteten Aufbahrungsraum.  Foto: Stadt Dorsten

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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