Wulfen is(s)t besonders – „Wulfen kulinarisch“
Wulfen. Am vergangenen Wochenende fand in Wulfen und Barkenberg eine ganz besondere Stadtteilführung statt
Unter dem Motto „Wulfen kulinarisch“ scharrten sich rund 40 Interessierte um Dominik und Edda Cieplak, um ihren Ortsteil ganz besonders zu entdecken.

Edda und Dominik sind engagierte Mitglieder des Wulfener Heimatvereins, und sehr interessiert an Wulfener und Barkenberger Geschichte. So kam ihnen der Gedanke, durch eine ausgefallene Idee auch andere für dieses Thema zu begeistern. Unterstützt durch die Geschichtsgruppe des Heimatvereins suchten sie historisch interessante Orte aus, die sie vorstellen wollten. Abgerundet wurden diese Besuche durch eine kleine kulinarische Verköstigung an jeder Station.
„Es soll nur eine Kleinigkeit gereicht werden“, betont Cieplak, „uns geht es um Qualität, nicht um Quantität.“
Start der kulinarischen Tour
Gestartet wurde in der Bar 61 am Barkenberger See, wo eine Weinverköstigung von Höfinghoff stattfand. „Es wissen längst nicht alle, dass wir hier eine so gemütliche Eckkneipe haben. Sie wird bereits in der zweiten Generation durch die Familie geführt und bietet alles, was man sich unter einer urigen westfälischen Kneipe vorstellt.“, berichtet Dominik Cieplak.

Zu Fuß ging es weiter zur Wulfener Landbäckerei, die sich im Besitz der Familie Wachowski befindet. Hier wird Bäckerhandwerk der alten Schule gelebt und gearbeitet. Industriell vorgefertigtes Brot oder Brötchen gibt es hier nicht, davon konnten sich die Teilnehmer vor Ort in der Backstube überzeugen.
Es folgten ein Besuch des Ehrenmals und der Fleischerei Schröer, einer der beiden letzten Metzger Dorstens, die noch selbst schlachten. Anschließend ging es in die älteste Vereinsgaststätte des Dorfes, nach Humbert, bei der ganz klassisch ein Bier an der Theke getrunken wurde.
Traditioneller westfälischer Korn
Nur einen Katzensprung entfernt befindet sich der alte Bahnhof des Ortes, hier gab es eine Kostprobe des traditionellen westfälischen Korns. „Korn ist ein typisch westfälischer klarer Schnaps, auf den man durchaus stolz sein kann“, findet Dominik Cieplak, und der Geschmack gibt ihm Recht. Der angebotene Klare ist sehr hochwertig und kann durchaus als „Edelkorn“ bezeichnet werden.
Besuch des Brauturms
Als letztes stand der Besuch des Brauturms auf dem Programm, hier wurde an die alte Rose-Brauerei erinnert, die lange Jahre Kneipen und Schützenfeste mit ihrem Pils beliefert hat. Im Brauhaus am Brauturm klang der Abend nach dreistündiger Führung gemütlich aus.
Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die sicherlich in ähnlicher Form wieder stattfindet.
Text: Melanie Brömmelhaus
Foto: Privat




























