Nach 14 Jahren Stillstand ist die Fontäne an der Wassertreppe in Wulfen Barkenberg wieder in Betrieb. Bei bestem Sommerwetter feierten zahlreiche Besucher am Samstag, 11. Juli, beim „Kulturgarten anne Wassertreppe“ die Rückkehr des Wassers, die Vielfalt des Stadtteils und ein starkes bürgerschaftliches Engagement.
Der Dorstener Kultursommer 2026 hat am vergangenen Wochenende Station in Wulfen Barkenberg gemacht. Rund um die Wassertreppe am Gemeinschaftshaus Wulfen entstand ein lebendiger Kulturgarten mit Musik, Kunst, internationalen Speisen und zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein besonderer Moment für den Stadtteil: Nach 14 Jahren Stillstand sprudelt die Fontäne an der Wassertreppe wieder dauerhaft. Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff nahm die Anlage am Samstagnachmittag offiziell in Betrieb.
Ein Stück Barkenberger Geschichte kehrt zurück
Für viele Besucher war die Rückkehr der Fontäne weit mehr als ein technischer Neustart. Die Wassertreppe gehört seit Jahrzehnten zum Erscheinungsbild Barkenbergs und ist eng mit der Geschichte des Gemeinschaftshauses und des Wulfener Marktes verbunden.

„Die Wassertreppe ist ein wichtiger Ort für Barkenberg. Dass hier nach so vielen Jahren wieder Wasser fließt, zeigt, was gemeinsames Engagement bewirken kann“, sagte Christian Gruber vom Förderverein ProGHW.
Möglich wurde die Wiederbelebung durch Spenden aus der Bürgerschaft, die Unterstützung des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt Dorsten und die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeinschaftshauses. Der für die Fontäne benötigte Strom soll künftig nachhaltig durch Sonnenenergie erzeugt werden.
Bestes Wetter und viele Begegnungen beim Kulturgarten
Bei sommerlichen Temperaturen füllte sich das Gelände rund um die Wassertreppe bereits am Nachmittag. Familien, Nachbarn, Vereine und Gäste aus anderen Dorstener Stadtteilen nutzten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und das abwechslungsreiche Programm zu erleben.

Die Veranstaltung zeigte dabei, wie viel Kreativität und Zusammenhalt in Wulfen Barkenberg stecken. Zahlreiche Vereine, Initiativen und ehrenamtlich Engagierte hatten sich an den Vorbereitungen beteiligt.
„Es war beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen gemeinsam angepackt haben. Der Kulturgarten hat gezeigt, dass die Wassertreppe wieder ein lebendiger Treffpunkt für den gesamten Stadtteil sein kann“, erklärte Hannes Schmidt Domgalla vom Förderverein ProGHW.

Klangwald und Wasserorchester laden zum Mitmachen ein
Auf der Wiese neben der Wassertreppe entstand ein Klangwald mit einem Wasserorchester. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten dort selbst Klänge erzeugen und mit Wasser, Bewegung und unterschiedlichen Instrumenten experimentieren.

Die Besucher waren nicht nur Zuhörer, sondern wurden selbst Teil des musikalischen Geschehens. Besonders bei den jüngeren Gästen stieß das Angebot auf großes Interesse.

Weitere Aktionen wie ein Spielmobil, Fußball Dart, Dosenwerfen, Klebetattoos und kreative Bastelangebote sorgten dafür, dass es rund um das Gemeinschaftshaus viel zu entdecken gab. Auch ein Kinderdeckenflohmarkt gehörte zum Familienprogramm.
Dixieland, Rock und Pop an der Wassertreppe
Für die musikalische Begleitung sorgte zunächst Hardy’s Jazzband aus Gelsenkirchen. Die Marching Band zog mit fröhlichem Dixieland Sound über den Wulfener Markt und brachte Bewegung auf das Veranstaltungsgelände.

Später übernahmen die Wulfener Musiker von „too much strings“ die Bühne. Mit bekannten Klassikern aus Rock und Pop sorgten sie für ausgelassene Stimmung. Ein DJ führte das Programm bis in die Abendstunden fort.
Die Musik, das sommerliche Wetter und das Plätschern der wiederbelebten Fontäne schufen eine besondere Atmosphäre. Viele Besucher blieben bis zum Abend an der Wassertreppe und genossen das gemeinsame Fest.
Bauzaungalerie zeigt Wulfen aus neuen Perspektiven
Auch die Kunst spielte beim Kulturgarten eine wichtige Rolle. An der Freifläche Wulfen entstand dazu eine Bauzaungalerie mit großformatigen Motiven des Fototreffs Wulfen. Eine Jury hatte die Aufnahmen zuvor ausgewählt. Sie zeigen unterschiedliche Ansichten des Stadtteils und lenken den Blick auf bekannte Orte, Architektur und Natur.

Der Kindergarten Wulfener Markt beteiligte sich ebenfalls an der Gestaltung. Bunt bemalte Tafeln der Kinder ergänzten die fotografischen Arbeiten und verwandelten den Bauzaun in eine farbenfrohe Ausstellung.
Informationen über die Entwicklung der Freifläche Wulfen gaben den Besuchern zudem einen Einblick in die geplante Zukunft des Areals.
Das Bunte Barkenberger Band wächst
Gemeinsam gestalteten die Gäste das „Bunte Barkenberger Band“. Aus zahlreichen farbigen Stoffresten entstand eine lange Wimpelkette, die über das Veranstaltungsgelände gespannt wurde.

Jeder Besucher konnte dazu ein eigenes Stück Stoff einarbeiten. Das Band stand damit symbolisch für die Vielfalt, die Verbundenheit und den Zusammenhalt der Menschen in Barkenberg.
Internationale Speisen im Biergarten
Auch kulinarisch präsentierte sich dazu der Stadtteil vielfältig. Auf der Café Terrasse und im Biergarten gab es Speisen vom Grill, Pommes, kalte Getränke, Kaffee und Kuchen.
Private Anbieter servierten dabei syrische und irakische Spezialitäten. Wein und Cocktails, Zuckerwatte, Slush Eis und ein Eiswagen ergänzten das Angebot. Viele Gäste nutzten die Sitzplätze, um bei bestem Wetter gemeinsam zu essen und das Bühnenprogramm zu verfolgen.

An der Organisation und Durchführung waren unter anderem der Förderverein ProGHW, das Gemeinschaftshaus Wulfen, das Kinder und Jugendzentrum, der SuS Grün Weiß Barkenberg und die BiBi am See beteiligt.
Kultursommer macht Gemeinschaft sichtbar
Der „Kulturgarten anne Wassertreppe“ war nicht nur ein weiterer Programmpunkt des Dorstener Kultursommers. Die Veranstaltung machte sichtbar, was entstehen kann, wenn Bürgerschaft, Vereine, Verwaltung und Kulturschaffende gemeinsam an einem Ziel arbeiten.

Nach dem Auftakt mit der Big Band der Bundeswehr im Lippetal setzte damit der Kultursommer in Barkenberg ein deutliches Zeichen für gelebte Nachbarschaft und ehrenamtliches Engagement.
Mit der wieder sprudelnden Fontäne hat Barkenberg zugleich ein Stück seiner Geschichte zurückgewonnen. Die Wassertreppe wurde an diesem sonnigen Samstag erneut zu dem, was sie sein soll: ein Ort der Begegnung, der Kultur und des gemeinsamen Lebens.




























