Wer derzeit einen Termin in der Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes benötigt, muss wieder mit längeren Wartezeiten rechnen. Krankheitsbedingte Personalausfälle, eine unerwartet hohe Nachfrage und mehrere kurzfristige Systemausfälle haben zuletzt für Verzögerungen gesorgt. Mit Zusatzschichten und einem zusätzlichen Öffnungstag will die Verwaltung die Rückstände nun abbauen.
Nachfrage überraschend stark gestiegen
Nach Angaben des Straßenverkehrsamtes ist vor allem die Zahl der saisonbedingten Zulassungen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. In den Vorjahren habe sich diese Nachfrage stärker auf das Frühjahr konzentriert und sei in den Sommermonaten weitgehend abgearbeitet gewesen.
In diesem Jahr zeigt sich ein anderes Bild. Hinzu kamen in den vergangenen zwei Wochen mehrere kurzzeitige Systemausfälle, die den Arbeitsablauf zusätzlich erschwerten und weitere Verzögerungen verursachten.
Mitarbeiter im Straßenverkehrsamt beginnen früher und bleiben länger
Um die Rückstände möglichst schnell aufzuarbeiten, setzt die Zulassungsstelle derzeit auf zusätzliche Arbeitszeiten.
„Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die entstandenen Rückstände aufzuarbeiten und weitere Termine anzubieten“, erklärt Matthias Wäsche, Ressortleiter der Zulassungsstelle.
Mitarbeiter beginnen ihren Dienst demnach bereits vor der regulären Öffnung für den Publikumsverkehr und bleiben teilweise auch anschließend länger. In dieser Zeit werden unter anderem Vorgänge bearbeitet, die über das Online-Verfahren i-Kfz oder über Autohäuser eingegangen sind.
Zusätzlicher Öffnungstag am Samstag
Eine weitere Entlastung soll ein außerplanmäßiger Öffnungstag bringen. Am Samstag, 1. August, öffnet die Zulassungsstelle zusätzlich für Bürger. Die entsprechenden Termine sollen in Kürze zur Buchung freigeschaltet werden.
„Wir sind zuversichtlich, dass sich die angespannte Terminsituation in den nächsten Wochen wieder etwas entspannen sollte“, sagt Wäsche. Die Entwicklung werde jedoch weiter beobachtet. Falls notwendig, könnten die Maßnahmen ausgeweitet werden.
Bereits 2024 gab es Engpässe
Schon im Jahr 2024 hatte das Straßenverkehrsamt über mehrere Wochen mit erheblichen Engpässen im Kundenservice zu kämpfen. Die Verwaltung reagierte damals unter anderem mit Umstrukturierungen, zusätzlichen Wochenenddiensten und einer vereinfachten sowie beschleunigten Nachbesetzung offener Stellen.
Diese Maßnahmen hatten die Situation anschließend deutlich verbessert. Nun wollen die Planer mit zusätzlichen Schichten und dem weiteren Öffnungstag verhindern, dass sich erneut größere Rückstände aufbauen.




























