StartLokalesLebendige Geschichte mit Geocaching

Lebendige Geschichte mit Geocaching

Veröffentlicht am

Geocaching in Dorsten. Die Stadtinfo und das Jüdische Museum bieten die Apparate kostenlos zum Verleih an.

Dorsten. Schatzsucher aufgepasst! Wer sich auf Dorstener Spuren begeben möchte, kann sich spielerisch beim Geocaching ausprobieren:  Zwölf GPS-Geräte liegen bereit – und warten auf begeisterte Entdecker und Abenteurer.

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Gegen Pfand, Name, Adresse und Telefonnummer werden sie ausgehändigt. Wer in die Alpen fahren möchte – und das Spiel dort ausprobieren möchte, kein Problem: Das Gerät ist robust und dürfe auch mit in den Urlaub, meint Antje Thul, Museumspädagogin des Jüdischen Museums. Dadurch kommt die Welt nach Dorsten.

Geocaching in der Stadt Dorsten
Christoph Krafczyk, Citymanager des Stadtteilbüros, Barbara Seppi und Heike Backhaus, Stadtinfo Dorsten und Antje Thul, Museumspädagogin des Jüdischen Museums testen die ersten Geocache (v. l.). Foto: Marie-Therese Gewert

Geocaching – Einfache Handhabe

In der Bedienung sind sie einfach: Aufladen. Anmachen. Auf die Karte klicken. Schnell wird der Standort ermittelt – und ein Kompass hilft, wenn Schatzsucher nicht weiterkommen. Die Geräte sind gefüllt mit Geschichte und historischen Informationen zu zahlreichen Standorten weltweit. Die zwölf GPS-Geräte wurden durch den Altstadtfond, der Sparkasse Vest und dem Arbeitskreis Jugend der Stadt Dorsten angeschafft.

Geocaching in der Stadt Dorsten

Ausleihen und Ausprobieren

Barbara Seppi der Stadtinfo Dorsten probiert das Gerät zum ersten Mal aus. Mit ihrer Kollegin Heike Backhaus begibt sie sich auf die Suche nach dem ersten Geocache. Antje Thul, Museumspädagogin des Jüdischen Museums und Christoph Krafczyk, Citymanager des Stadtteilbüros „WirMachenMitte“ helfen ihnen dabei, da sie die Geräte schon kennen.

Geocaches sind sozusagen „Punkte“, die als Art kleine Registerkarten auf dem Gerät angezeigt werden. Bis zum ersten Geocache ist es von der Stadtinfo nicht weit. Sie müssen einmal um die Ecke biegen und zum Eingang des St. Ursula Gymnasiums  gehen, wo der erste Schatz verborgen sein soll.

Geocaching in der Stadt Dorsten
Barbara Seppi von der Stadtinfo Dorsten auf Spurensuche.

 

Hinweise und Schwierigkeitsgrade

Das Gerät gibt den ersten Hinweis auf den zu suchenden Gegenstand: „Nicht magnetisch“, steht da in schwarzer Schrift. Fragend blickt sich das Quartett  um. Auf dem Gerät lassen sich Schwierigkeitsgrad, Gelände und die Cache-Beschreibung ablesen. Bei einer Schwierigkeitsstufe von fünf Sternen müssen Abenteurer klettern und sollten ein Seil im Gepäck haben. Das Gerät hält arktischen Temperaturen stand – an diesem Tag auch der Hitze. Es ist robust. Und speichert Informationen. Weltweit.

Öffentliches Gelände

Das St. Ursula-Gymnasium hat Schwierigkeitsstufe Zwei und ist harmlos. Christoph Krafcyk legt sich auf den Boden, schaut unter einer Hecke auf der gegenüberliegenden Seite nach, Heike Backhaus reckt sich, um hinter einem Schriftzug des Ursula-Gymnasiums nachzusehen. Barbara Seppi neigt den Kopf zur Seite, um vielleicht etwas hinter einem Glasbild zu entdecken.
Antje Thul bückt sich – und sucht unter einer Mülltonne. Die Kostbarkeit könnte überall sein. Sie muss lediglich auf einem zugänglichen, öffentlichen Gelände versteckt sein. So suchen die Vier, bis sie den verborgenen Schatz tatsächlich entdecken. Und immer dabei: Ein Logbuch, in das sich jeder Finder mit Namen und Datum eintragen kann.

Geocaching in der Stadt Dorsten
Eigene Geo-Daten erstellen und sich ins Logbuch an den Stationen eintragen.

Eigene Geochaches erstellen

Jeder, der das GPS-Gerät nutzt, kann eigene Geocaches erstellen. So hat das St. Ursula Gymnasium schon selbst in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Geochaches erstellt. Nach den Sommerferien setzt sich die Projektarbeit in der Gesamtschule Schermbeck fort, die ebenfalls Geocaches selbst entwerfen wird. Wo genau, wird sich dann noch zeigen. Vielleicht am Jüdischen Friedhof, meint Antje Thul. Weitere Schulen können sich dem Geocaching-Projekt mit dem Jüdischen Museum in Dorsten anschließen. Interessierte können sich jederzeit bei Antje Thul melden. Weitere Infos und Kontakt unter:
www.jmw-dorsten.de

Weitere Infos zum Thema Geocaching gibt’s unter:www.geocaching.com/play

Fotos: Marie-Therese Gewert

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Für körperbehinderten Freund: Zwei Brüder radeln durch Europa

Seit über 17 Jahren sind Leo und Thomas mit Maceo befreundet. Sie gingen zusammen in den Kindergarten, wuchsen gemeinsam auf und wurden Freunde fürs Leben....

Mit Geschichten Kindern den Weg zum Lesen öffnen: Dorsten sucht Lesepaten

Vorlesen unterstützt Kinder beim Spracherwerb, erweitert den Wortschatz und weckt die Neugier auf Bücher. Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ engagiert sich seit 24 Jahren in...

DTC Jüntgen feiert historischen Meistertitel vor heimischer Kulisse

Der Dorstener TC Jüntgen hat das erfolgreichste Wochenende seiner Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Bei der erstmals im Final-Four-Format ausgetragenen Endrunde der...

Radfahrer nach Unfall am Lippe-Deich geschlagen und geflüchtet

Nach einem Zusammenstoß zweier Radfahrer am Lippe-Deich in Dorsten sucht die Polizei nach einem bislang unbekannten Mann. Er soll seinen Unfallgegner nach dem Sturz geschlagen...

Klick mich!