StartKinderLebensretter gesucht: Große Aktion für Max und Andere

Lebensretter gesucht: Große Aktion für Max und Andere

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Max (6) hält tapfer willkommen. Foto: privat

Das Schicksal des kleinen Max bewegt seit einigen Monaten die Dorstener. Der Sechsjährige leidet an Leukämie und braucht dringend eine Stammzellenspende. Ihm und noch weiteren Betroffenen im Kreis Recklinghausen soll nun mit einer großen Aktion geholfen werden.

Im vergangenen Jahr war bei dem kleinen Max Blutkrebs diagnostiziert worden. Nun begann die dramatische Suche nach einem Stammzellenspender. Anfang Februar 2023 schien es Hoffnung zu geben: Für Max war ein geeigneter Stammzellenspender gefunden. Ende Februar sollte die Transplantation stattfinden, die vorbereitenden Untersuchungen liefen dabei bereits an. Dann der erneuter Schicksalsschlag: Die Spende konnte nicht wie geplant stattfinden. Der gefundene Spender konnte somit nicht mehr zur Verfügung stehen.

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So geht es Max heute

„Max geht es zurzeit ganz gut, dennoch sieht man ihm die Behandlungen an. Die letzte Chemotherapie hat sehr an seinen Kräften gezerrt“, erzählt Max Tante aus Dorsten. „Zwischenzeitlich waren seine Werte dramatisch schlecht, aber davon hat er sich glücklicherweise inzwischen erholt und es geht wieder bergauf.“

„Leider gibt es noch keine Neuigkeiten bezüglich der Spendersuche“, berichtet die Tante weiter. „Wir wissen nicht, wie viel Zeit noch bleibt, aber lassen uns nicht entmutigen. Es berührt uns sehr wie viele Menschen sich für Max und den vielen weiteren Blutkrebspatienten einsetzen und so viel bewegen. Das spendet Hoffnung.“

Beim Laden des Videos werden Daten an YouTube/Google uebermittelt.

Aktion „Wir halten VEST zusammen“

Was jeder tun kann, ist sich bei einer Knochenmarkspenderdatei wie der DKMS zu registrieren. Das geht am einfachsten bei Registrierungsaktionen, wie sie im Kreisgebiet in den nächsten Wochen in allen zehn Städten angeboten werden.

„Wir halten VEST zusammen!“ ist das Motto der gemeinsamen Aktion des Kreises Recklinghausen mit allen zehn Städten, die am 31. März in Herten gestartet ist. Am jeweiligen Tag wird ein Bus, den die Vestische zur Verfügung stellt, an einem prominenten Platz in der Stadt stehen, an dem sich alle Interessierten registrieren lassen können. Das passiert über einen Datenbogen und eine Probenentnahme per Wangenabstrich.

Bus ist am 29. April in Dorsten

Am 29. April wird der Bus dann in Dorsten am Platz der Deutschen Einheit Halt machen. Eine Übersicht aller Termine und Orte gibt es auf der Internetseite des Kreises unter www.kreis-re.de/spenderwerden.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Vest Recklinghausen (ASB) hatte den Kontakt zur Stadt Dorsten gesucht, um kurzfristig in Kooperation mit der DKMS eine Registrierungsaktion durchzuführen. Schnell wurden Landrat Bodo Klimpel und die Stadtoberhäupter der zehn Kreisstädte gefragt, ob sie sich eine gemeinsame Aktion vorstellen können. Es verging keine Stunde, bis alle ihre Zusage gegeben hatten. „Ich freue mich sehr, dass wir die Termine so kurzfristig organisieren konnten und dabei so viel Unterstützung bekommen. Nun besteht wirklich in allen Städten unseres Kreises an Freitagen oder Samstagen die Möglichkeit, sich spontan und unkompliziert registrieren zu lassen“, sagt Landrat Bodo Klimpel.

Informationen zur Stammzellenspende

Wer kann Spender werden?

Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellenspender registrieren. 17-Jährige dürfen zwar noch keine Stammzellen spenden, werden aber ab dem 18. Geburtstag bei der Suche nach Spendern berücksichtigt. Die Registrierung als Stammzellenspender bei der DKMS ist ausschließlich für Personen mit festem Wohnsitz in Deutschland möglich.

Wer unter einer Erkrankung leidet, gelitten hat oder regelmäßig Medikamente einnehmen muss, kann eventuell dennoch Spender werden. Nähere Informationen dazu gibt es unter www.dkms.de/faq.

Wie läuft die Typisierung ab?

Um sich als Spender zu registrieren, braucht es nur einen Abstrich der Wangenschleimhaut. Dieser wird mit einem Wattestäbchen über kurzes Reiben an der Wangeninnenseite entnommen. Die Probe geht dann an ein Labor, das die Gewebemerkmale analysiert und anschließend das Ergebnis der Probe pseudonymisiert für den weltweiten Patientensuchlauf zur Verfügung stellt.

Wie funktioniert die Stammzellenspende?

Sollte der genetische Zwilling gefunden und auf eine Stammzellenspende angewiesen sein, meldet sich die DKMS. Für die Spende selbst gibt es zwei verschiedene Methoden: die periphere Stammzellentnahme und die Knochenmarkentnahme.

Die periphere Stammzellentnahme kommt derzeit mit circa 90 Prozent am häufigsten zum Einsatz. Bei dieser Methode werden die Stammzellen aus dem Blut gefiltert. Das dauert in der Regel drei bis fünf Stunden, normalerweise kann der Spender am gleichen Tag wieder nach Hause. Bei etwa zehn Prozent der Fälle werden die Stammzellen durch eine Knochenmarkentnahme gewonnen. Dies geschieht unter Vollnarkose.

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