Am Montag, den 7. August 2023, begann für etwa 346.000 Schüler und ca. 29.000 Lehrerpersonen an 718 Schulen im Regierungsbezirk Münster das Schuljahr 2023/24.
Besonders spannend: Für 27.000 Erstklässler war der Dienstag der erste Schultag. Regierungspräsident Andreas Bothe wünscht allen einen erfolgreichen Start ins Schuljahr.
Einstellungsstatistik 2023:
- Im Jahr 2023 wurden bisher 895 neue Lehrkräfte im Regierungsbezirk Münster eingestellt.
- Hauptsächlich profitieren Grundschulen (276) und Gesamtschulen (238).
- Die meisten neu eingestellten Lehrkräfte arbeiten im Kreis Recklinghausen. 187 der neuen Lehrkräfte sind im Vest tätig.
- 51 Seiteneinsteiger neu im Lehrberuf. Im Regierungsbezirk unterrichten die meisten neu eingestellten Seiteneinsteiger an Gesamtschulen.
- Von 1.119 verfügbaren Stellen konnten 946 besetzt werden (84 %).
- 173 Stellen unbesetzt, vor allem in Grundschulen, Förderschulen, Gesamtschulen (Sekundarstufe I) und im sonderpädagogischen Bereich. Der größte Bedarf besteht aktuell bei Grundschulen, Förderschulen, in der Sekundarstufe I an Gesamtschulen und im sonderpädagogischen Bereich. Regional werden insbesondere neue Lehrkräfte im Kreis Recklinghausen sowie in Gelsenkirchen und Bottrop gesucht.
Maßnahmen zur Lehrergewinnung:
Neue Lehrkräfte konnten mit unterschiedlichen Maßnahmen gewonnen werden. Neben dem üblichen Bewerbungs- und Listenverfahren hat sich die Bezirksregierung Münster zusätzlich um Seiteneinsteiger und pensionierte Lehrkräfte bemüht.
- Seiteneinsteiger und pensionierte Lehrkräfte : 59 Pensionäre über die Altersgrenze hinaus konnten weiterbeschäftigt werden.
- „Münsteraner Modell“: Lehrkräfte können nach zwei Jahren an ihrer Wunschschule arbeiten. Natürlich können die Lehrkräfte auch an der Bedarfsschule bleiben.
- Vorgriffsstellen: Frühzeitige unbefristete Einstellung von Lehrkräften, die ab 2026/27 von G8 zu G9 Wechsel an Gymnasien benötigt werden. Diese Lehrkräfte werden bereits jetzt eingestellt und mit der Hälfte der Stundenzahl an andere Schulformen abgeordnet, um den Bedarf an anderen Schulformen auszugleichen.
- Abordnungen: 101 Lehrkräfte temporär an unterversorgte Schulen versetzt, wodurch die Personalausstattung dort auf etwa 90 % gestiegen ist. Es handelt sich dabei um zeitlich befristete Abordnungen von ein bis zwei Jahren, sodass alle abgeordneten Lehrkräfte nach Ablauf dieser Zeit an ihre ursprünglichen Schulen zurückkehren werden.
Die oben genannten Maßnahmen konnten das Personaldefizit in einigen Regionen nicht vollständig decken. Daher wurden Abordnungen eingeführt, um Schulen in unterversorgten Regionen spezifisch zu unterstützen und die Bildungsungleichheit in diesen Regionen zu verringern.




























