Das Jahr 2022 stand ganz im Zeichen des Neubaus für Levi Strauss in Wulfen. Zeit für einen kurzen Rückblick und einen Ausblick auf das Jahr 2023.
Bereits im September besuchten wir die Baustelle von Levis in Dorsten. (Artikel hier). Nun besuchen wir die Baustelle erneut. Sofort wird klar, dass sich hier viel getan hat.
Auf der Baustelle treffen wir wieder mit Julian von Hodenberg zusammen. Als Projektmanager bei Delta Development ist er zuständig für den Neubau auf dem alten Zechengelände. Julian von Hodenberg verrät dabei im Gespräch, wie der Neubau vorankommt und gibt uns einen Ausblick auf die nächsten Bauschritte.
„Der Bau der beiden Hallen, die das Hochregallager beinhalten, ist abgeschlossen“, erklärt von Hodenberg. „Nun geht es auf der Baustelle größtenteils an den Innenausbau. Dabei ist eine exakte Ausrichtung der Regale wichtig, damit das autonome Logistiksystem später störungsfrei laufen kann.“

Auch die Geothermie ist zum Großteil fertiggestellt. Mit dieser Anlage kann in der Erde gespeicherte Wärme zum Heizen genutzt werden. Gut zu sehen ist auch, dass die Außenflächen und der Rohbau des Bürogebäudes abgeschlossen sind. Das Bürogebäude wird schließlich eine markante Fensterwelle in der Fassade erhalten. So erhält der Neubau einen unverwechselbaren Look.
Das passiert auf der Baustelle als Nächstes
„Die Haustechnik wird als Nächstes angegangen“, erklärt der Projektmanager. Dazu zählen Strom, Gas und Wärme, aber auch Wasserleitungen, Kommunikations- und Datenverbindungen. Hierbei spielt der ökologische Aspekt eine große Rolle. So gewinnt Levi Strauss das Brauchwasser zum Teil aus Regenwasser. Einen großen Teil des Daches nimmt zudem eine Solaranlage ein. Diese Anlage wird insgesamt eine Leistung von 3,5 Megawatt haben. Die übrige Dachfläche wird dann begrünt und somit ebenfalls ökologisch aufgewertet.

Hohe Anforderungen an den Innenausbau
Im Anschluss wird mit dem Innenausbau der Hallen und der Büroräume begonnen. „Hierbei soll der WELL Building Standard erfüllt werden“, erklärt Julian von Hodenberg. Dabei wird die Qualität des Arbeitsplatzes und dessen Umfeld bewertet. Um diese Zertifizierung zu erhalten, muss auch die Außenfläche entsprechend gestaltet sein. „Dies wird durch ausgiebige Gartenflächen mit Obstbäumen, aber auch durch kleine Sport- und Bewegungsareale realisiert“, so der Projektleiter.
Eine Besonderheit des Neubaus ist die Mensa mit ihrem begehbaren Dachgarten. Diese soll den Angestellten in den Pausen Erholung bieten. Auch Meetings oder Gesprächsrunden können in einer angenehmen grünen Atmosphäre stattfinden.
Kontrolle im Juli
Wenn alles wie geplant läuft, sollen die Sachverständigen bereits im Juli zur Zwischenabnahme kommen können. Die Prüfung beinhaltet eine ausgiebige Qualitätskontrolle. „Natürlich wird dann auch der Brandschutz abgenommen“, ergänzt von Hodenberg. „Zudem überprüfen die Experten die Sensorik der internen Hallenlogistik.“
Bis jetzt sei der Neubau des Logistikzentrums für Levi Strauss im Zeitplan, betont der Projektleiter. Damit ist das Ziel der Fertigstellung im April 2024 in erreichbarer Nähe.




























