Das Lichterfest Dorsten findet in diesem Jahr nicht wie gewohnt auf dem Marktplatz, sondern auf dem Platz der Deutschen Einheit statt. Der Grund ist eine Terminüberschneidung mit den Eisstockmasters, die bereits am 6. November beginnen.
Diskussion im Rat zum Standortwechsel
Während der heutigen Ratssitzung sprach Friedhelm Fragemann (SPD) die Standortfrage an. Er berichtete, ein Bürger habe die Sorge geäußert, das Lichterfest könne durch den Ortswechsel „aus der guten Stube“ der Innenstadt verdrängt werden.
Bürgermeister Stockhoff zeigte Verständnis für diese Sichtweise: „Wir nehmen den Hinweis ernst. Wichtig ist, dass das Engagement der vielen Ehrenamtlichen weiterhin Wertschätzung erfährt, unabhängig vom Veranstaltungsort.“

Abstimmung mit Veranstaltern
Nach Angaben von Bürgermeister Stockhoff habe sich der Veranstalter des Lichterfestes mit den Organisatoren der Eisstockmasters abgestimmt. Da die Fläche durch das größere Event länger belegt sei, weiche das Lichterfest in diesem Jahr auf den Platz der Deutschen Einheit aus. „Man wird abwarten müssen, was das am Ende tatsächlich für Konsequenzen hat“, sagte der Bürgermeister.
Kein dauerhafter Standortwechsel für das Lichterfest
Stockhoff betonte, dass das Lichterfest jedes Jahr neu genehmigt werde. Eine dauerhafte Verlegung sei daher nicht geplant. Man wolle die Auswirkungen in diesem Jahr beobachten und anschließend entscheiden, ob das Fest künftig wieder auf dem Marktplatz stattfinden könne.
Lichterfestest und nicht Martinsfest
Besonders wichtig sei jedoch , ergänzte Stockhoff, den Ursprung und die Symbolik des Lichterfestes richtig einzuordnen. „Das Lichterfest ist immer rund um den 11. November, nicht wegen Karneval, sondern wegen St. Martin. Es hat aber nichts mit einem Martinsfest zu tun, das hat es in Dorsten nie gegeben“, erklärte er.

Stockhoff erklärte außerdem: „Wir haben das Lichterfest so genannt, weil es die vielen Lichter des Ehrenamtes in Dorsten darstellen soll. Parallel dazu gibt es zwar einen Martinsumzug, aber das fällt nur zeitlich zusammen. Als gutes Beispiel für das Teilen, denn die Menschen teilen ja Zeit, deshalb hat man den Zeitraum rund um St. Martin gewählt. Es hat jedoch nichts mit einem Martinsumzug zu tun, der jetzt auf einmal in Lichterfest umbenannt wurde.“
Stockhoff ergänzte: „Da gibt es ja immer wieder absurde Menschen, die so etwas gerne in die Welt setzen. Wir nehmen den Hinweis tatsächlich sehr ernst und haben darauf hingewiesen. Aber man muss sich das in diesem Jahr anschauen und sehen, ob dem Ehrenamt weiterhin der gleiche Respekt und die gleiche Wertschätzung entgegengebracht wird wie in der Vergangenheit.“




























