Vier Fragen zur Wahl an die Dorstener FDP
Dorsten. Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl am 13. September 2020 beantwortet Lutz Ludwig, Vorsitzender des FDP Stadtverbandes Dorsten vier Fragen.
1. Warum stellt die FDP keinen Bürgermeisterkandidaten?
Lutz Ludwig: Wir haben in einem über mehrere Wochen verlaufenden Prozess das Für und Wider eines eigenen Kandidaten/einer Kandidatin diskutiert. Als Ergebnis daraus sind wir zu dem Entschluss gekommen, selbstbewusst genug zu sein, eine Person aufzustellen. Gemeinsam sahen wir jedoch in dieser einen Position die größere Schlagkraft im gemeinsamen Wirken mit und durch Tobias Stockhoff. Wir positionieren uns eindeutig als eigenständige Ratspartei, mit liberalen Themen und Ideen und werden diese, in Abhängigkeit vom Wahlergebnis, bestmöglich umsetzen.
2. Warum beteiligt sich die FDP nicht beim Bündnis „Wir in Dorsten gegen rechts“? Die FDP hat sich nach unseren Informationen per Vorstandsbeschluss gegen eine Teilnahme ausgesprochen.
Lutz Ludwig: Die Dorstener Liberalen haben einen Beschluss herbeigeführt, wonach wir keinem Bündnis und keiner anderweitigen Vereinigung als Mitglied beitreten. Dennoch sind wir mit dem Bündnis, stellvertretend durch Frau Ruth Lange, im Austausch. Sicherlich gibt es Aktionen welche wir aktiv unterstützen werden, bzw. bereits unterstützt haben. Selbstverständlich sind wir jederzeit ansprechbar wenn es darum geht, Demokratie zu leben und zu stärken. Dieses Leitbild ist ein Teil liberalen Denkens und Handelns.
3. Wo ist das Profil der FDP in der letzten Wahlperiode? Was wird sich ändern?
Lutz Ludwig: Die FDP hat sich in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode in den Themenfeldern „Bürgerbeteiligung in allen Stadtteilen“, „Zukunftsfähige Gestaltung unserer Schulen“, „Konsolidierung des Haushaltes“, „Begrenzung des Abgabenvolumens (z.B. Grundsteuer B), „Gesundheitsmanagement für städtische Mitarbeiter“ und „klimagerechtere Lebensräume“ intensiv eingebracht.
In der kommenden Legislaturperiode werden diese Aufgaben weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Wie werden Dorsten attraktiver für junge Familien gestalten, aber ebenso die älteren Bürger im Blick haben. Lebenswerte Wohnräume in Verbindung mit ökologischen und
ökonomischen Mobilitätskonzepten sind hierbei ein Schwerpunkt
künftiger Arbeit im Rat.
4. Wie lautet der Schwerpunkt des Wahlprogramms 2020?
Lutz Ludwig: Die Modernisierung unserer Gesellschaft sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld schreitet zügig voran.Wichtig wird dabei sein, Themen wie „Digitalisierung“, „moderne Energieträger“, „ökologische Infrastruktur“ und „Wohnen bezahlbar mit Freizeit- und
Sportmöglichkeiten“. Selbstverständlich wird die Entwicklung von Gewerbeflächen eine weiterhin sehr große Rolle spielen. Dorsten muss sich bzgl. des Flächenangebotes, der Steuern und Abgaben, sowie der Arbeitskräfte zukunftsfest für Unternehmen darstellen können. Als wichtiger Ansprechpartner dient hierbei unsere Wirtschaftsförderung. Der Rat muss in der kommenden Legislaturperiode die entscheidenden Richtlinien vorgeben.




























