Dorsten. Türkischer Hochzeitsschmuck, alte Handys oder ein Fernseher – im Dorstener Pfandleihhaus Luxus Spot in der Essener Straße gab es am heutigen Mittwoch die etwas andere Versteigerung.

Von 11 bis 13 Uhr durften die Pfänder genau unter die Lupe genommen werden. Wer ein Schätzchen entdeckte, gab sein Vorangebot ab. Rund 35 Pfänder warteten auf neue Eigentümer. Diese Gegenstände wurden vom ursprünglichen Eigentümer nicht wieder ausgelöst.

Luxus Spot – Pfandleihe und Auktionshaus

Der Andrang war in Anbetracht der Situation recht verhalten. Im Laden durften drei Personen zur gleichen auf Entdeckungsreise gehen. Auktionator Ralf Poddey nahm die Vorangebote entgegen. Seine Frau hatte „den Hammer in der Hand“. Als vereidigte Auktionatorin hatte sie, Ulrike Poddey, das letzte Wort.

Die beiden erzählen Anekdoten darüber, was ihnen schon unter den Hammer kam: „Ich hatte schon eine Zahnprothese versteigert“, lacht Ralf Poddey. Seit über 20 Jahren sind er und seine Frau im Auktions-Geschäft. „Viel gibt es hier ja nicht“, meint ein Interessent und verschwindet gleich wieder.

Alte Zippos und Flachbildfernseher

„Für uns ist es immer gut, wenn möglichst wenig unter den Hammer kommt“, erklärt Lorenzo Köller, Geschäftsführer vom Luxus Spot. Bis zu vier Monate hat der Kunde Zeit, seine Pfänder auszulösen. Danach kommt es unter den Hammer, wie es bei dieser Versteigerung der Fall war.

Zum Ende steigt die Spannung noch einmal. Jetzt zeigt sich, wer am meisten geboten hat und das alte neue Fundstück mitnehmen darf. Auch wenn es diesmal nicht klassischerweise hieß: „Zum ersten, zum zweiten und zum dritten“, war die Versteigerung doch erfolgreich.

So gingen die Besucher, die sich etwas ersteigert hatten, am Ende mit einem Lächeln nach Hause. Und die Sachen selbst haben einen neuen Ort in Dorsten gefunden, den sie zuhause nennen.

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Marie-Therese Gewert
Hallo, ich bin Marie. Schon während meines Studiums in Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule schlug mein Herz für die Geschichten der Menschen. Als freie Mitarbeiterin war ich während meines Studiums stets für die WAZ Dorsten unterwegs. Danach zog es mich nach Kassel zum Volontariat bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, kurz HNA. Nachdem ich in einer Kommunikationsagentur in Düsseldorf tätig wurde, entschied ich mich im Mai 2018 für die Selbstständigkeit. Seither arbeite ich für verschiedene Auftraggeber, journalistisch und beratend. Ich schreibe für dorsten-online.de, weil die Plattform von Menschen aus der Heimat für Menschen aus der Heimat gemacht wird. Ich freue mich, Sie mit Beiträgen und Informationen aus der Region versorgen zu dürfen. Anregungen, Fragen und Hinweise nehme ich gerne entgegen. Marie-Therese Gewert

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