StartLandwirtschaftMaul- und Klauenseuche: So reagiert NRW auf den Ausbruch in Brandenburg

Maul- und Klauenseuche: So reagiert NRW auf den Ausbruch in Brandenburg

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Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg ist auch in Nordrhein-Westfalen die Sorge groß. Noch sei laut WDR in NRW kein Fall bekannt. Seit 1988 ist es zum ersten Mal wieder in Deutschland zum Ausbruch der Maul-und Klauenseuche gekommen. Nach sei es völlig unklar, auf welchem Weg das für Klauentiere wie Rinder und Schweine hochansteckende Virus in die kleine Herde mit 14 Büffeln eingeschleppt wurde. 

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium reagierte heute mit einem Aufruf und ruft Jägerschaft zur erhöhten Wachsamkeit auf. Angesprochen sind auch alle Tierhalter, strenge Hygiene-Maßnahmen einzuhalten und besonders wachsam zu sein. Betroffen sind klauentierhaltende Betriebe mit Rindern, Schafen, Ziegen oder Schweinen ebenso wie Halter von Kameliden wie Alpakas und Lamas sowie Wildwiederkäuern.

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Verstärkte Untersuchungen und Schutzmaßnahmen

Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz angeordnet, Proben in chemischen und veterinärmedizinischen Untersuchungsämtern verstärkt auf das Virus zu untersuchen. Zudem fordert Ministerin Silke Gorißen dazu auf, Jagden im betroffenen Seuchengebiet und angrenzenden Regionen zu meiden.

Appell an die Jägerschaft

Ministerin Gorißen betonte die Verantwortung der Jägerschaft:
„Zum Schutz gegen die hochansteckende Maul- und Klauenseuche gebissen wir alle Jägerinnen und Jäger verantwortungsvoll zu handeln und besonders wachsam zu sein.“ Dazu gehört derzeit kein Jagden oder andere Veranstaltungen mit Tieren in den betroffenen Gebieten. Ich danke der Jägerschaft Nordrhein-Westfalen schon jetzt für ihre Hilfe in der schwierigen Situation.“

Wildtiere ebenso gefährdet

Das hochansteckende Virus betrifft nicht nur Nutztiere wie Rinder, Schweine und Ziegen, sondern auch Wildtiere wie Rot-, Reh- oder Damwild. Das MKS-Virus ist äußerst widerstandsfähig und kann in der Umwelt, etwa im Erdboden oder auf Kleidung, über Monate hinweg überleben.

Maßnahmen für Tierhalterinnen und Tierhalter

Zum Schutz vor einer Einschleppung und Verbreitung des Virus sind strenge Biosicherheitsmaßnahmen unerlässlich:

  • Zugangskontrolle: Betriebsfremde Personen wie Tierärzte nur in betriebseigener Schutzkleidung in die Ställe lassen.
  • Keine Mitbringsel: Keine Wurst, Fleisch oder Jagdtrophäen aus dem Urlaub verfüttern. Auch Küchenabfälle oder Essensreste sind tabu.
  • Früherkennung: Bei Verdacht auf Symptome wie Blasenbildung an Lippen, Klauen oder Eutern sowie vermehrtem Speichelfluss umgehend einen Tierarzt kontaktieren.

Wirtschaftliche Folgen eines Ausbruchs

Auch wenn MKS für Menschen ungefährlich ist, sind die Folgen für betroffene Regionen gravierend. In der Europäischen Union gelten bei Ausbrüchen strenge Handelsbeschränkungen für Klauentiere und deren Produkte, was für Tierhalterinnen und Tierhalter erhebliche wirtschaftliche Verluste bedeuten kann.

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