StartLokalesKreis RecklinghausenMehrwertsteuer in der Gastronomie: Landrat Klimpel schreibt Brandbrief

Mehrwertsteuer in der Gastronomie: Landrat Klimpel schreibt Brandbrief

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Gastronomie auf dem Dorstener Marktplatz: Höherer Mehrwertsteuersatz könnte Gäste abschrecken. Foto: Borgwardt

Die Mehrwertsteuer in der Gastronomie soll wieder steigen. Das sorgt bei den Gastronomen in Dorsten und dem Kreis Recklinghausen für Unbehagen. Landrat Bodo Klimpel setzt sich nun für eine Beibehaltung der Übergangsregelung ein.

Um während der Corona-Pandemie die Gastronomie zu unterstützen, senkte die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz auf Speisen von 19 auf 7 Prozent. Die anfänglich befristete Maßnahme sollte jedoch laut den Ankündigungen der Bundesregierung zum 1. Januar 2024 auslaufen. Dann würde der ursprüngliche Steuersatz wieder in Kraft treten.

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In einem Brief, gerichtet an die Mitglieder des Bundestages im Kreis Recklinghausen, setzt sich Landrat Bodo Klimpel nun dafür ein, dass die befristete Senkung der Mehrwertsteuer beibehalten wird.

Bodo Klimpel
Bodo Klimpel, Landrat im Kreis Recklinghausen. Foto: Archiv

„Gastronomie steht vor anhaltenden Herausforderungen“

In seinem Schreiben betont er, dass die Gastronomie im Kreis Recklinghausen auch nach der Pandemie vor anhaltenden Herausforderungen steht. Neben dem bereits bestehenden Fachkräftemangel und den steigenden Energiepreisen infolge des Ukraine-Konflikts setzt die gegenwärtige Inflation den gastronomischen Betrieben stark zu. Landrat Klimpel weist darauf hin, dass die gestiegenen Kosten für Lebensmittel die Preise beeinflussen und die Gäste dazu veranlassen, ihre Ausgaben zurückzufahren. Insgesamt haben sich diese Herausforderungen in den vergangenen vier Jahren zu einer kaum zu bewältigenden Belastung addiert. Landrat Bodo Klimpel befürchtet sogar die mögliche Schließung weiterer Betriebe.

Mehrwertsteuer soll bei 7 Prozent bleiben

Aus diesem Grund unterstützt er die Forderung der DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband), den reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent auf Speisen über das Jahr 2023 hinaus auch für die Gastronomie beizubehalten. Er unterstreicht die potenziell existenzbedrohenden Probleme, die eine Rückkehr zum höheren Steuersatz mit sich bringen könnte. In diesem Zusammenhang appelliert er an die Mitglieder des Bundestages, sämtliche verfügbaren parlamentarischen Mittel auszuschöpfen, um die Beibehaltung des reduzierten Steuersatzes für die Gastronomie zu erreichen. Landrat Bodo Klimpel drückt seine Überzeugung aus, dass dies von entscheidender Bedeutung für die Gastronomen in der Region ist.

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