Rainer Migenda, der Liedermacher mit Cowboyhut. Mit Coversongs von Legenden wie Reinhard Mey und Hannes Wader begeisterte der gebürtige Dorstener die Gnadenkirche. Zwischen den Songs erzählte Rainer immer mal wieder Geschichten aus seinem Leben. So als würde ein alter Freund aus seinem Leben erzählen.
Eine Reise durch das Ruhrgebiet und die Welt
Rainer Migenda tourt schon seit Jahrzehnten mit seiner Gitarre durch Deutschland. Der Ruhrgebiet-Cowboy reist mit seinem Campingbus an die schönsten Bühnen Nordrhein-Westfalens. Zusammen mit der Nickel Stiftung veröffentlichte Rainer seine eigene DVD „Eine Reise durch das Ruhrgebiet um die Welt“. Zusammen brachten sie klassische deutsche Lieder auf einen Tonträger und verteilten sie an Seniorenheime. „Viele Ältere sind bisweilen in ihrer Mobilität eingeschränkt. Man kann nicht mehr raus, wie man gerne möchte. Also holen wir Ihnen das Draußen nach Drinnen“, beschreibt Rainer Migenda das Projekt.

Auslöser für seine Musikliebe waren die Beatles. Schon als Kind hat der gebürtiger Dorstener eine Liebe für die Legenden aus Liverpool. Auch als Rainer kein Wort Englisch verstand, spielten sich die Beatles mit dem Album „Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band“ in sein Herz. Rainer Migenda wurde zu George Harrison. Mit den ersten Englischkenntnissen covert er dann Lieder wie „Hey Jude“ oder „Let it be“. Der Start in die Musikkarriere.
Coversongs von Reinhard Mey und Hannes Wader
Beim Gig in der Gnadenkirche spielte Rainer aber vor allem deutsche Lieder. Dabei sang der Liedermacher mit Cowboyhut einen Song von einer echten Ikone: Hannes Wader. Das Lied „Heute hier, morgen dort“ hat für den langjährigen Liedermacher mittlerweile eine besondere Bedeutung: „Das Lied habe ich schon als Jugendlicher gesungen. Damals fand ich es einfach schön. Aber jetzt wo man älter ist, merkt man, was es wirklich bedeutet. Dass nichts bleibt, wie es war.“

Migenda spielt und interpretiert Lieder von Stefan Sulke und Udo Jürgens, aber vor allem auch von Reinhard Mey. Einen Satz an Lieder findet der Cowboy besonders gut. Nämlich die Trilogie um seine ehemalige Vermieterin Frau Pohl. Das siebenminütige Lied beschreibt die komplizierte Beziehung zwischen Reinhard Mey und seiner temperamentvollen Vermieterin. Die Geschichte nimmt leider kein schönes Ende, das Wulfener Publikum war aber begeistert. Rainer Migenda überzeugte durch seine einprägsame Stimme, sein Gitarrenspiel und mitreißende Songauswahl.
Weitere Highlights in der Gnadenkirche
Die „Blue Bench“ Band steht für leidenschaftlichen Blues auf dem Ruhrgebiet. Swing aus den 60ern und Blues-Rock aus den wilden 70ern, die Blue Bench kann die ganze Blues-Palette bedienen. Am 9. August verwandelt sich der Kirchgarten in ein echtes Blues-Spektakel.
„Liebesgedichte und Liebeslieder sind oft am schönsten, wenn sie sich von Illusionen nähren.“ diese Worte stehen für das musikalische Schaffen von Gabriele Banko. Mit ihren heiteren, mal bissigen Gedichten und Liedern zieht sie das Publikum in ihren Bann. Am 6. September kann sich die Gnadenkirche Wulfen auf Liebeslieder zwischen Spannung und Wirklichkeit freuen.




























