Wiederholte Schaf- und Damtierverluste im Schermbecker Wolfsgebiet

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen teilte mit:

Im Wolfsgebiet Schermbeck ist es in den zurückliegenden Tagen wiederholt zu Schaf- und Damtierverlusten gekommen.

Zu den Vorfällen finden Sie für Ihre Berichterstattung nachstehend ein Statement von Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser:

„Dies ist außerordentlich zu bedauern. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) dokumentiert zurzeit die Fälle und nimmt Genproben, um die Vorfälle zu bewerten. Dabei wird auch geprüft, ob es sich um Übergriffe der bereits im Gebiet bekannten Wölfe handelt. Eine derartige Häufung von Übergriffen wurde bisher noch nicht beobachtet.

Die betroffenen Schäferinnen und Schäfer vor Ort hatten im vergangenen Jahr und den zurückliegenden Monaten mit finanzieller Unterstützung des Landes Ihre Weiden zusätzlich gesichert. Dabei hat sich insbesondere der Einsatz von Herdenschutzhunden als sehr erfolgversprechend erwiesen. Wir prüfen daher aktuell, ob in einzelnen Fällen auch dann Herdenschutzhunde finanziert werden können, wenn sie in kleinen Schafherden von weniger als 100 Schafen eingesetzt werden.

Ministerin Ursula Heinen-Esser. Foto: Anke Jacob

Nutztierrisse belasten die Herden und die betroffenen Tierhalterinnen und Tierhalter enorm. Daher müssen wir die Weiden so gut es geht schützen. Zugleich müssen wir auch den Wolf so gut es geht schützen, da er nach dem Naturschutzrecht streng geschützt ist. Im engen Dialog mit allen Betroffenen und Beteiligten, den Experten des LANUV und den vor Ort zuständigen Behörden bemühen wir uns nach Kräften, die Bedürfnisse bestmöglich zu vereinen und das Leben mit dem Wolf zu managen.“


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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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