Winterzeit ist Erkältungszeit
Die Bäume tragen zurzeit ein weißes Kleid, die Temperaturen sind im Minusbereich, Winterjacken, dicke Schals und Handschuhe sind jetzt das begehrteste Accessoire.
Nach dem Schneefegen ist die Zeit der Kerzenlichter, des Kaminfeuers oder einer warmen Decke. Husten, Schnupfen, Heiserkeit sind in der nasskalten Jahreszeit vorprogrammiert. Damit es Sie nicht erwischt und Sie die Behaglichkeit eines warmen Zuhauses genießen können, geben wir Ihnen ein paar (bekannte) Tipps.
Stärken Sie Ihr Immunsystem
Immunsystem! Oft lesen und hören wir vom Immunsystem. Aber was genau ist das eigentlich? Es ist die natürliche Abwehrkraft unseres Körpers. Es besteht aus anderthalb Kilogramm Eiweiß, das der Körper nicht selbst herstellen kann und daher mit der Nahrung aufnehmen muss. Ist das Immunsystem intakt, so bekämpft es Krankheitserreger und baut kranke Zellen ab. Es erschwert krankmachenden Viren und Bakterien ihre Arbeit.
Mit der richtigen Ernährung, mit Bewegung, Licht und Ruhe stärken Sie Ihr Immunsystem. Durch regelmäßige, aber gemäßigte Bewegungen auch bei „schlechtem“ Wetter, bringen Sie Ihren Kreislauf in Schwung, belüften Ihre unteren Atemwege und aktivieren Ihre Abwehrzellen. Scheint dabei auch noch die Sonne, so bilden Sie zudem das Glückshormon Serotonin. Und last but not least hilft Ihnen Ruhe durch Meditation oder Yoga das Stresshormon Kortisol, welches die Immunabwehr schwächt, abzubauen. Zudem fördern Sie damit einen gesunden und langen Schlaf, sodass Ihr Körper genügend Zeit hat, die Erreger zu bekämpfen. Es lohnt sich also, einen Gang herunterzuschalten.

Die Winterküche: Stärkung von innen
Auf die Vitamine B, C und D sollten Sie zur Stärkung Ihres Immunsystems nun besonders achten. Bei einer ausgewogenen Ernährung mit Fleisch, einheimischem Obst und Gemüse wie Blattspinat oder Rucola, führen Sie sich genügend Vitamin C zu. Wintergemüse wie Rote Beete, Steckrüben, Grün- oder Rosenkohl, aber auch Zwiebelgewächse sollten nun vermehrt auf Ihrem Speiseplan stehen. Vollkornprodukte, Trocken- und Hülsenfrüchte und Nüsse füllen Ihr Vitamindepot zusätzlich auf. Wussten Sie übrigens, dass Paprika, Petersilie, Kresse und Schnittlauch sowie Brokkoli, Kiwi und Beeren mehr Vitamin C enthalten als Zitronen?
Aufgrund ihrer antibakteriellen Eigenschaften eignen sich Ingwer und Knoblauch bestens zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten, aber auch scharfe Gewürze wie Pfeffer, Curry, Zimt und Chili können vor Husten und Schnupfen schützen. Die Mineralstoffe Zink, Kalium und Selen stärken ebenfalls Ihre Abwehrkraft. Gute Zinklieferanten sind beispielsweise Fisch, Fleisch, Hartkäse, Haselnüsse, Getreide und Weizenkeime.
Wie können Sie Erkältungskrankheiten noch vorbeugen?
Wie bereits geschrieben stärken wir durch eine ausreichende Nährstoffzufuhr, Bewegung, Licht und Ruhe unser Immunsystem, sodass es Krankheiten bekämpfen kann. Aber Sie können noch mehr tun, damit sie gesund durch den Winter kommen:
– Trinken Sie reichlich Wasser und Tee. So werden Giftstoffe schneller ausgeschieden.
– Auch Saunagänge und Wechselduschen helfen. Der Wechsel von Wärme und Kälte fördert die Durchblutung und bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung. Spüren Sie jedoch bereits die ersten Anzeichen eines grippalen Infektes, so sollten Sie Saunagänge oder starke Kälte meiden. Ebenso, wenn Sie an Herz-Kreislauf-Problemen leiden. In diesem Fall fragen Sie bitte vorher Ihren Arzt.
– Bei niedrigen Temperaturen oder durch Heizungsluft trocknen Schleimhäute aus und Erkältungsviren können sich dort schneller vermehren. Lauwarme Nasenspülungen mit Salz spülen die Erreger aus, die Nasenschleimhaut bleibt feucht.
– Was für Coronaviren gilt, hilft natürlich auch gegen andere Viren: Wenn Sie Ihre Hände nun öfter waschen oder desinfizieren, spülen Sie Keime und Viren bereits ab, bevor sie mit Mund-, Nasen- und Augenschleimhäuten in Berührung kommen.
– Verzichten Sie möglichst auf Alkohol und Nikotin, sie schwächen das Immunsystem.
– Lüften Sie öfter, wenn es Sie erwischt hat. In der Außenluft befinden sich oft weniger Keime als in der Luft in Ihrem Zimmer.
– Krankheitserreger lieben Menschenansammlungen, vermeiden Sie sie daher besser, wenn es geht.
Eine Erkältung ist keine Grippe
Eine Erkältung fangen wir uns relativ schnell in der kalten Jahreszeit ein, aber durch Ruhe und Omas Hausmittelchen werden wir meistens schnell wieder fit. Denn drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie.
Gegen die echte Grippe, die Influenza, die von Grippeviren ausgelöst wird und medikamentös behandelt werden muss, können wir uns impfen lassen. Gegen die etwa 200 verschiedenen Erkältungsviren können wir höchstens vorbeugen. Aber auch das ist kein Garant dafür, dass es uns nicht erwischt. Trotz gesunder Lebensweise husten oder schniefen wir zwei bis viermal im Jahr, der Kopf schmerzt, unser Hals kratzt, alle Glieder tun weh. Die Nase läuft und läuft, Husten kündigt sich an und die Körpertemperatur steigt. Der Körper arbeitet nun auf Hochtouren, um die Erreger zu bekämpfen. Fieber ist jedoch ein natürlicher Vorgang, der nicht besorgniserregend ist. Gönnen Sie sich etwas Ruhe bei einer Tasse heißem Kräutertee, dann schafft Ihr Körper es meistens alleine, die Eindringlinge zu bekämpfen. Erst ab einer Temperatur von über 38 Grad sollten Sie versuchen, das Fieber zu senken.
Und wenn Sie es doch erwischt hat?
– Bei einer Infektion steigt Ihr Eiweißbedarf um mehr als ein Drittel. Damit Ihr Körper die nötigen Abwehrzellen nicht aus Ihrem Muskeleiweiß produziert, nehmen Sie in dieser Zeit möglichst viele hochwertige Proteine zu sich.
– Auch eine heiße Hühnersuppe hilft Ihnen schnell auf die Beine. Saure oder bittere Lebensmittel sollten Sie jetzt allerdings meiden.
– Unterdrücken Sie Ihren Hustenreiz nicht, sondern trinken Sie viel, um den Schleim aus den Bronchien abzuhusten.
– Bei einem Schnupfen können Sie Ihr Immunsystem durch die Einnahme vom Meerrettich oder Nasenspülungen mit Kochsalz unterstützen, Nasensprays jedoch nur kurzfristig verwenden.
– Auch wenn es sich nicht appetitlich anhört, das Hochziehen ist gesünder als das kräftige Naseputzen. So vermeiden Sie, dass Viren mit dem Nasensekret in die Nasennebenhöhlen gelangen.
Kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit – und falls es Sie bereits erwischt hat, dann wünschen wir Ihnen eine gute Besserung.




























