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Sonntag, März 3, 2024
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Neue Heizung: Kein Geld verbrennen!

Veröffentlicht am

Neue Heiztechnik kann sich schnell bezahlt machen und schont die Umwelt.

Die Fenster sind erneuert, die Wände neu gedämmt: Wenn die Heizkosten dennoch durch die Decke steigen, sollten sich Hausbesitzer einmal ihre Heizung genau anschauen. Oft entpuppen sich veralterte Heizkessel als unnötige Kostentreiber.

Nicht nur Betreiber einer Öl- oder Gasheizung sollten sich perspektivisch schon einmal mit dem Gedanken an eine neue Anlage beschäftigen. Generell sind Heizungen nach 15, spätestens 20 Jahren technisch so überholt, dass die Energieverluste gegenüber modernen Systemen spürbar ins Gewicht fallen.

Oft gibt es auch einfach keine Ersatzteile mehr: Die Heizung ist zu alt. Spätestens dann sollte man mit der Planung für eine neue Heiztechnik beginnen. In Zeiten der Energiewende nehmen die meisten Verbraucher dabei direkt nachhaltige Energietechniken in den Blick.

„Wir erleben derzeit eindeutig einen Boom bei den energetischen Sanierungen“, berichtet auch Ruth Pettenpohl von der Verbraucherzentrale in Dorsten. „Gerade seit der Coronakrise investieren viele Dorstener in neue, sparsame Heizsysteme.“

Wichtiger Faktor beim Hauskauf

Auch für Alle, die eine Immobilie kaufen oder erben, spielt die Heizung eine wichtige Rolle und sollte unbedingt bei der Budgetplanung mit einkalkuliert werden. Eine neue Anlage helfe entscheidend,  den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und Heizkosten zu sparen. So steigt auch der Wert der Immobilie.  

Bei einigen modernen Heiztechniken muss man mit höheren Investitionskosten rechnen als bei einem konventionellen, fossilen Heizkessel. Klimafreundliche Heizsysteme mit Erneuerbaren Energien lohnen sich aber auf Dauer und auch dank öffentlicher Fördermittel und geringerer Zusatzabgaben für CO2-Emissionen.

Welche Heizung die richtige ist, hängt auch vom Objekt ab, erklärt Energieberater Kilian Zens. „Im Neubaubereich sind derzeit Wärmepumpen sehr gefragt. Wer aber eine alte Ölheizung im Keller hatte und beispielsweise eine Fußbodenheizung mit hoher Vorlauftemperatur betreibt, könnte auch mit einer Pelletheizung glücklich werden. Wer bisher eine Gasheizung hatte, könnte mittelfristig auch eine Hybridanlage zwischen Gas und Wärmepumpe in Betracht ziehen.“

Neue Heizung Symbolbild
Moderne Heizungen lassen sich gut in ein Smart-Home-Konzept einbinden. So hat man Temperaturen und Energieverbrauch immer im Blick. (Symbolfoto)

Wie man eine alte Heizung erkennt

Nach 15 bis 20 Jahren gelten Heizungen meist als überholt und modernisierbar. Wer eine Gas- oder Ölheizung besitzt, findet das Herstellungsdatum neben den Hersteller- und Leistungsdaten auf dem Typenschild am Heizkessel.

Auch ein Blick auf das Schornsteinfegerprotokoll kann sich lohnen: Hier finden sich oft detaillierte Informationen über die Leistung und die Abgasverluste der Anlage. Generell sind Heizsysteme, die mit fossilen Energien arbeiten, nicht besonders zukunftssicher und können den Wert eines Hauses sogar beeinträchtigen. Die CO2-Abgabe macht auch in Zukunft das Heizen mit Heizöl und Gas deutlich teurer.

Checkliste: Lohnt sich eine neue Heizung?

  • Ihre Gas- oder Ölheizung ist oft defekt oder fällt aus. Schätzen Sie die Kosten für Reparaturen gegen die einer Neuanschaffung und Umstellung auf erneuerbare Energien ab.
  • Ihr Energieverbrauch ist sehr hoch: Sie verbrauchen mehr als 200 kWh bzw. 20 m³ Erdgas oder 20 Liter Heizöl pro m² Wohnfläche im Jahr. Dann ist Ihre Gas- oder Ölheizung unwirtschaftlich und verbraucht bei geringer Wirkung zu viel Brennstoff.
  • Ihre Heizung ist älter als 15 Jahre.
  • Ihr Heizungskeller ist wärmer als 22 Grad Celsius.
  • Heizkessel und Heizungsrohre sind schlecht gedämmt: Dadurch geht viel Wärme verloren.
  • Sie wünschen sich mehr Komfort und möchten die Heizungsanlage an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen oder sogar per Smartphone steuern.
  • Sie nutzen noch einen fossilen Brennstoff und möchten auf erneuerbare Energien umsteigen.
  • Sie möchten etwas für die Umwelt tun und zum Klimaschutz beitragen.

Energieberater helfen bei der Umrüstung

Bei einem Kesseltausch können Hausbesitzer, zusammen mit weiteren Modernisierungsmaßnahmen, die gesamte Heizungsanlage fit für die Zukunft machen. „Zur Heizungsoptimierung gehören auch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise der hydraulische Abgleich und eventuell einzelne Heizkörper anzupassen, die Heizungsrohre zu dämmen oder veraltete Pumpen gegen Hocheffizienzpumpen auszutauschen“, erklärt Kilian Zens. Sinnvoll ist es außerdem, die gesamte Energietechnik für die Erwärmung von Wohnung und Trinkwasser auf ihre Zukunftstauglichkeit checken zu lassen.

Daher ist es immer sinnvoll, einen Energieberater hinzu zu ziehen. Diese helfen, den Zustand der Heizanlage zu bewerten und anschließend mit Blick auf das Gebäude und individuelle Wünsche ein geeignetes Heizsystem auszuwählen.

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