StartAuto und VerkehrNeuer Blitzer auf der B224 in Dorsten: Kosten, Technik, Ziele

Neuer Blitzer auf der B224 in Dorsten: Kosten, Technik, Ziele

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Zum geplanten neuen Blitzer auf der Borkener Straße in Dorsten gibt es weitere Details. Nachdem der politische Beschluss bereits im Juni 2025 gefasst wurde, beginnt nun der Einbau der Geschwindigkeitsmessanlage in der Dorstener Innenstadt.

Die Stadt Dorsten hatte im Juni 2025 die außerplanmäßigen Investitionen für die Anschaffung der neuen Messanlage genehmigt. Insgesamt wurden dafür rund 150.000 Euro im Investitionshaushalt des Ordnungs- und Rechtsamtes bereitgestellt. Die Finanzierung erfolgt durch Minderausgaben im Tiefbauamt.

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Auf der B224 ist das Fundament auf der Mittelinsel bereits vorhanden. Jetzt folgt in den kommenden Woche der nächste Schritt mit dem Aufbau der Anlage.

Auf der B224 ist das Fundament auf der Mittelinsel bereits vorhanden. Foto: Borgwardt

Unfallhäufungsstelle seit über zehn Jahren

Der Bereich rund um die Einmündung Borkener Straße, Kurt-Schumacher-Straße und Crawleystraße gilt seit mehr als zehn Jahren als Unfallhäufungsstelle. Besonders der Radverkehr ist dort gefährdet.

Einmündende Autofahrer richten ihren Blick häufig auf den fließenden Verkehr der B224. Dabei wird der bevorrechtigte Radverkehr immer wieder übersehen. In der Vergangenheit kam es dort zu zahlreichen gefährlichen Situationen sowie zu mehreren Unfällen mit teils schweren Verletzungen.

Mehrheit fährt deutlich zu schnell

Eine einwöchige Verkehrsmessung zeigte dabei im vergangenen Jahr, wie groß das Problem ist. Rund 140.000 Fahrzeuge passierten den Abschnitt in diesem Zeitraum. Etwa 85 Prozent waren dabei mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 67 km/h unterwegs. Erlaubt sind 50 km/h.

Allein in Fahrtrichtung Norden wurden rund 98.000 Fahrzeuge gezählt. Auch mobile Kontrollen durch die Polizei konnten die hohe Geschwindigkeit bislang nicht nachhaltig senken.

Flexible Technik statt klassischem Blitzer

Zum Einsatz kommt eine semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage. Sie kann bei Bedarf an andere Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet versetzt werden. Der Betrieb erfolgt per Akku, der Transport mit stadteigenen Fahrzeugen.

Ein klassischer Panzerblitzer kann an dieser Stelle nicht eingesetzt werden. Der Mittelstreifen ist zu schmal und bietet keine Auffahrt. Die neue Anlage lässt sich zudem mit geringem Aufwand drehen, sodass beide Fahrtrichtungen kontrolliert werden können.

Panzerblitzer Radarfalle Roland
Zu breit für den Mittelstreifen: Klassische Panzerblitze des Kreises Recklinghausen. Foto: Kreis Recklinghausen

Starttermin noch offen

Ein konkretes Startdatum gibt es weiterhin nicht. Nach Angaben der Stadt konnte die beauftragte Firma bislang keinen festen Termin für die Inbetriebnahme nennen.

Mit der neuen Geschwindigkeitsüberwachung will die Stadt Dorsten die Geschwindigkeit auf der B224 dauerhaft senken und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verbessern.

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