Dorsten steht am Gymnasium Petrinum inzwischen selbst auf dem Stundenplan. Bei der 49. Hervestkonferenz stellte Lehrerin Sonia Gayda gemeinsam mit drei Schülerinnen das neue Unterrichtsfach „Dein Dorsten“ vor. Das Wahlpflichtfach richtet sich an die Jahrgänge 9 und 10 und stößt offenbar auf großes Interesse: Von 80 Schülern haben 50 das Fach gewählt.
Im Mittelpunkt steht nicht klassischer Unterricht nach Lehrbuch, sondern projektorientiertes Arbeiten vor Ort. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit ihrer Stadt, entwickeln eigene Ideen und setzen diese praktisch um. In diesem Schuljahr gehörte dazu unter anderem eine selbst gestaltete und organisierte Stadtführung.
Auch bei der Woche des Grundgesetzes waren Schüler aus dem Fach aktiv. Sie führten durch die Ausstellung „Heimat und Demokratie“, gestalteten Buttons, verteilten Programmhefte und Informationsmaterial. Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch des Bundespräsidenten und seiner Frau, die von NRW-Schulministerin Dorothee Feller begleitet wurden.
Ein weiteres Projekt verbindet Schule und Stadtgeschichte. Gemeinsam mit dem Bergbauverein gestalteten Schüler Wegezeichen für einen Rundweg, der durch Hervest, Holsterhausen und Feldmark führt und an die Geschichte des Bergbaus erinnert. Bereits zuvor hatte es dazu eine öffentliche Abstimmung gegeben. Nach Angaben eines Berichts beteiligten sich 120 Personen an der Auswahl eines Wegezeichens. Der ausgewählte Entwurf stammte von den Schülerinnen Jael Micklitz und Jetta Schroer.
Das Fach „Dein Dorsten“ soll aber nicht nur Geschichte sichtbar machen, sondern auch Beteiligung fördern. Geplant ist ein Zukunftstag. Außerdem soll eine Jugendstadtteilkonferenz entstehen. Initiiert wird sie von Sonia Gayda und Kai Kaczikowski von St. Paulus. Organisiert werden soll sie über Luca Sörries und die Jugendfachkonferenz der Stadt Dorsten.
Damit zeigt das Projekt, wie Schule, Stadtteil und Demokratiebildung zusammenwirken können. Die Jugendlichen lernen Dorsten nicht nur kennen, sondern gestalten selbst mit. Für andere Schulen könnte das Fach deshalb zu einem Vorbild werden.




























