StartGeschichteSchülerinnen gestalten Wegezeichen für Dorstener Bergbauwanderweg

Schülerinnen gestalten Wegezeichen für Dorstener Bergbauwanderweg

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Kreativ, lokal verwurzelt und praxisnah: Schülerinnen des Gymnasium Petrinum Dorsten haben im Rahmen des neuen Unterrichtsfaches „Dein Dorsten“ das offizielle Wegezeichen für den Bergbauwanderweg „Spuren des Bergbaus in Dorsten“ entworfen. Die Wahl fiel auf einen von insgesamt elf im Unterricht entwickelten Gestaltungsvorschlägen.

Die Schülerinnen Jael Micklitz und Jetta Schroer überzeugten mit ihrem Entwurf eine breite Öffentlichkeit. Im Abstimmungsprozess, der vom Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V. organisiert wurde, beteiligten sich 120 Personen. Mehr als zwei Drittel gaben ihr Votum digital per WhatsApp oder E-Mail ab. Auch Dorsten-Online unterstützte die Abstimmung aktiv über den eigenen WhatsApp-Kanal.

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Neues Unterrichtsfach stößt auf großes Interesse

Das neue Wahlpflichtfach „Dein Dorsten“ ist zu Beginn des Schuljahres gestartet und erfreut sich großer Nachfrage. Rund zwei Drittel der wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler entschieden sich für eines der neuen Fächer, darunter auch „Dein Dorsten“. Schulleiterin Dr. Vera Merge betonte bereits zum Start, dass das Fach bewusst die Möglichkeit bietet, die eigene Stadt neu und intensiv kennenzulernen.

Inspiration durch Industriekultur

Für Wolfgang Littwin vom Bergbauverein ist das Projekt ein Beleg dafür, dass der neue Unterrichtsansatz am Petrinum aufgeht. Der Wechsel vom klassischen Lernen hin zu einem lokal bezogenen, projektorientierten Arbeiten habe zu einem bemerkenswert kreativen Ergebnis geführt. Die Schülerinnen ließen sich bei ihrem Entwurf besonders von einer Führung durch die denkmalgeschützte Maschinenhalle, den markanten Förderturm und die ehemalige Lohnhalle inspirieren.

Das neue Wegezeichen für den Bergbauweg in Dorsten. Grafik: Bergbauverein

Wertvolle Lernerfahrungen über den Unterricht hinaus

Auch pädagogisch zieht das Projekt eine positive Bilanz. Die betreuenden Lehrkräfte Sonia und Tristan Gayda berichten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur gestalterisch arbeiteten, sondern auch methodische Abläufe kennenlernten. Dazu gehörten der Weg von ersten Ideen über die öffentliche Abstimmung bis hin zur finalen Auswahl eines Designs. Vielen wurde dabei bewusst, dass Heimat mehr ist als der eigene digitale Alltag und eng mit persönlichen Eindrücken und lokalen Erfahrungen verbunden sein kann.

Eröffnung des Bergbauwanderwegs für 2026 geplant

Inzwischen ist der Verortungsplan für die Wegezeichen in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Dorsten und dem Bergbauverein ausgearbeitet worden. Derzeit stehen noch der Gestattungsvertrag für die Anbringung sowie der Druck der Schilder aus. Ziel ist es, alle Wegezeichen bis zur geplanten Eröffnung des Bergbauwanderweges Ende März 2026 anzubringen.

Dankeschön für kreatives Engagement

Als Anerkennung für die kreative Leistung und das Engagement überreichte der Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte Dorsten e.V. den beteiligten Schülerinnen einen Betrag von 150 Euro für die Klassenkasse.

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