In der Maschinenhalle Fürst Leopold stellten Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Petrinum drei Entwürfe für die neue Wegmarkierung Bergbau vor. Sie zeigen Motive, die künftig den Wanderweg Spuren des Bergbaus in Dorsten begleiten sollen. Aus ursprünglich elf Vorschlägen wählte eine Jury drei Favoriten aus. Welche Markierung später tatsächlich verwendet wird, entscheiden die Dorstener in einem Voting auf Dorsten-Online. Unter allen Einsendungen wird eine Familienführung mit dem Bergbauverein Dorsten verlost.
Ein Projekt mit vielen Beteiligten
Für den rund zwölf Kilometer langen Wanderweg Spuren des Bergbaus in Dorsten erarbeitete der Bergbauverein gemeinsam mit dem Gymnasium Petrinum und den Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften Tristan Gayda und Frau Sonja die zukünftigen Wanderzeichen. „Dafür wurde eigens ein Wahlpflichtkurs gegründet mit dem Titel Dein Dorsten“, erklärt Paul Schürmann. Der Kurs setze sich mit der Dorstener Geschichte auseinander und habe das Projekt mit großem Engagement begleitet.

Paul Schürmann, stellvertretender Vorsitzender des Bergbauvereins Dorsten, erläutert in der Maschinenhalle die Hintergründe des Projekts. Der Verein hatte das Gymnasium Petrinum gebeten, gestalterische Ideen zu entwickeln. „Wir wollten bewusst junge Menschen einbinden, weil sie oft einen anderen Blick auf historische Themen haben“, sagt er. Rund fünfzig Schülerinnen und Schüler arbeiteten in Teams an grafischen Lösungen, die sowohl symbolisch als auch alltagstauglich sein sollten.
Wie aus elf Entwürfen drei wurden
Bei der Verleihung des Heimatpreises 2025 konnten etwa sechzig bis siebzig Besucherinnen und Besucher ihre Stimme abgeben. Ihre Wertungen bildeten die Grundlage für die Auswahl der drei Entwürfe, die nun öffentlich vorgestellt wurden.
Die drei Wegmarken im Detail
Entwurf A: Schachtgerüst und Figur
Der erste Entwurf zeigt ein grafisch reduziertes Schachtgerüst in Weiß auf grünem Hintergrund. Eine kleine Figur mit Werkzeug steht sinnbildlich für die Arbeit unter Tage. Die Schülerinnen und Schüler legten Wert darauf, dass das Motiv auch in der vorgesehenen Größe von rund zehn mal zehn Zentimetern klar erkennbar bleibt.

Entwurf B: Werkzeuge und Schlüssel
Der zweite Entwurf kombiniert die gekreuzten Hämmer mit einem großen Schlüssel aus dem Dorstener Stadtwappen. Unten ist ein Förderwagen angedeutet. Die Schüler wollten damit verschiedene Aspekte der Dorstener Bergbaugeschichte in einem Bild vereinen.

Entwurf C: Schachtanlage und Stadtwappen
Der dritte Entwurf zeigt eine stilisierte Schachtanlage und das Wappen der Stadt Dorsten. Der Schriftzug Glück auf ergänzt das Motiv. Die klare Linienführung sorgt dafür, dass die Darstellung auch an schmalen Baumstämmen oder an Pfosten gut wahrgenommen wird.

Unterstützung und Förderung
Der Wanderweg Spuren des Bergbaus wird durch den Heimatcheck NRW mit zweitausend Euro gefördert. „Damit wurde das Projekt als förderwürdig anerkannt“, sagt Paul Schürmann. Weitere Kosten übernimmt der Bergbauverein.
Auch die Arbeit der Jugendlichen soll gewürdigt werden. „Wenn alles fertig ist, möchten wir der Klassenkasse einen kleinen Betrag zukommen lassen“, sagt Schürmann.
Anforderungen an die Wegmarkierung Bergbau
Eine Wegemarkierung muss funktional sein. „Eine Markierung in der Größe von rund zehn mal zehn Zentimetern darf nicht zu viele Details enthalten“, erklärt Schürmann. Wichtig sei, dass Wandernde auch aus einigen Schritten Entfernung sicher erkennen, welchem Weg sie folgen.

Gemeinsam mit dem Sauerländischen Gebirgsverein wurde die Strecke bereits abgeschritten. Rund einhundert mögliche Standorte wurden festgelegt. Insgesamt werden etwa einhundertfünfzig Markierungen benötigt.
Ein Weg durch Dorstens Bergbaugeschichte
Der Wanderweg führt durch Hervest, Holsterhausen und Feldmark. Er verbindet Orte, an denen der Bergbau sichtbar war oder Spuren hinterlassen hat. Eine Ausweitung in Richtung Hohe Mark oder Raesfeld war nie vorgesehen, da der Schwerpunkt auf der Geschichte innerhalb der Stadtgrenzen liegt.

Dank an alle Beteiligten
Paul Schürmann bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitwirkenden. „Ich freue mich sehr über das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sich so aktiv beteiligt und ihre kreativen Ideen eingebracht haben“, sagt er. Sein Dank gilt ebenso den Lehrkräften und allen Unterstützern, die den Entwicklungsprozess begleitet haben.
Dorsten entscheidet mit
Mit dem Voting auf Dorsten-Online können die Bürgerinnen und Bürger selbst bestimmen, welche Wegmarkierung Bergbau künftig an den Bäumen, Pfosten und Brückengeländern zu sehen sein wird. Das Projekt verbindet lokale Geschichte mit der Beteiligung junger Menschen und macht die Bergbaugeschichte in Dorsten sichtbar.
Kontakt – Voting
Unter all den Einsendung zum Voting verlosen wir eine Führung mit dem Dorstener Bergbauverein. Einsendung unter: [email protected] Stichwort: Zeche. Name und Telefonnummer nicht vergessen! Einsendeschluss ist der 5. Dezember 2025.




























