Gymnasium Petrinum machte einen ersten Schritt für einen weiteren Beitrag zur Förderung des sozialen Miteinanders
Dorsten (pd). Das Gymnasium Petrinum wird zum neuen Schuljahr eine „Schule des gemeinsamen Lernens“. Hier wird also ab 2021/22 zunächst in einer der neuen fünften Klassen inklusiven Unterricht angeboten.
Schulleiter Markus Westhoff und seine Stellvertreterin Dr. Vera Merge: „Auf diese neue Aufgabe freuen wir uns sehr, steht doch das Petrinum im Besonderen auch für Vielfalt, Chancengleichheit und ein gemeinsames Miteinander. Als Schule des gemeinsamen Lernens erweitern wir unser Profil erheblich. Wir sind davon überzeugt, dass dieser Schritt einen weiteren Beitrag zur Förderung unseres sozialen Miteinanders darstellt und unsere Schulgemeinschaft weiter stärkt.“
Gemeinsamer Unterricht
Um sich auf die Einführung des gemeinsamen Unterrichts vorzubereiten, wird eine Arbeitsgruppe nun ein Inklusionskonzept entwickeln. Dabei soll auch auf Erfahrungen an anderen Schulen zurückgegriffen werden. Lehrerinnen und Lehrer sollen dazu an bereits inklusiven Gymnasien hospitieren und Fortbildungen besuchen. Ziel ist es, beginnend mit den ersten Fünftklässlern im Schuljahr 2021/2022, den inklusiven Unterricht in den folgenden Jahren bis Klasse 10 aufzubauen.
Für Klassen, in denen gemeinsamer Unterricht stattfindet, ergeben sich einige Änderungen:
- Eine inklusiv unterrichtete Klasse soll in der Regel kleiner sein und aus 25 Schülerinnen und Schülern bestehen (20 Regelschüler und 5 Kinder mit dem Förderbedarf Lernen), die zieldifferent unterrichtet werden.
- Der gemeinsame Unterricht wird in allen Fächern von allen unterrichtenden Gymnasiallehrkräften miteinander und mit einer sonderpädagogischen Lehrkraft abgestimmt und in der Regel im Team unterrichtet.
- Es sollen räumliche Voraussetzungen geschaffen werden, damit Kinder mit Förderbedarf in ruhiger Atmosphäre individuell gefördert werden können, wenn Unterricht im Klassenverband nicht mehr möglich ist.
Sonderpädagogische Unterstützung
Eva Glätzer, Schuldezernentin bei der Bezirksregierung Münster, begrüßt die Einführung des inklusiven Unterrichts am Gymnasium Petrinum: „Inklusion stellt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. Das Gemeinsame Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung wird am Gymnasium Petrinum seit vielen Jahren praktiziert. Es findet gemäß der rechtlichen Grundlage zielgleich statt, d.h. es wird ein gymnasialer Abschluss angesteuert. Aufgrund der regionalen Bedarfe bauen wir die Möglichkeiten des Gemeinsamen Lernens konsequent aus. Mit dem Gymnasium Petrinum kommt nun zu den bestehenden Angeboten eine wichtige Schule hinzu, die sich dieser gesellschaftlichen Aufgabe stellt und auch zieldifferente Förderung ermöglichen wird.“
Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff und die Schuldezernentin und Erste Beigeordnete Nina Laubenthal sichern zu, dass die Stadt als Schulträger die Einführung des gemeinsamen Unterrichts fördern wird. „Dass neben der Gesamtschule Wulfen und der Sekundarschule im neuen Schuljahr




























