StartGesundheitProjekt „FreiRaum!“ soll Kinder kranker Eltern stärken

Projekt „FreiRaum!“ soll Kinder kranker Eltern stärken

Veröffentlicht am

Kinder suchterkranker Eltern brauchen besondere Unterstützung. (Symbolbild)

In Kooperation mit der Caritas sollen Kinder sucht- und psychisch kranker Eltern unterstützt werden. Die Stadt Dorsten hofft nun auf Zuschuss von 110.000 Euro und will damit vor allem Angebote an Schulen vorantreiben.

Alkohol-, Tabletten-, Spiel- oder Drogensucht, Depressionen oder andere psychische Erkrankungen – Menschen, die darunter leiden, ziehen sich meist zurück, wollen mit ihrer Sucht oder Krankheit nicht erkannt werden. Doch nicht selten sind diese Menschen Eltern. Väter und Mütter von Kindern, die mit den Auswirkungen leben müssen, die für sie Alltag bedeuten und die sie nicht selten selbst stark belasten.

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Fachbereichsübergreifendes Angebot

Diese „Kinder zu stärken, damit sie selbst in schwierigen Situationen gesund bleiben und positive Erfahrungen machen“ können, ist das Ziel des Projekts „FreiRaum!“. Die Stadt kooperiert dabei mit der örtlichen Caritas. Genauer handelt es sich um ein „fachbereichsübergreifendes Angebot der Sucht- und Drogenhilfe, der Hilfe für psychisch kranke Menschen, der Kinder- und Jugendhilfe, der Gemeindecaritas und des sozialpsychiatrischen Dienstes des Kreises Recklinghausen“.

Präventionsangebote an Schulen

Das Projekt hofft jetzt auf einen 110.000 Euro großen Zuschuss für vier Jahre. Damit will man verstärkt an Grund- und weiterführenden Schulen aktiv werden. Konkret soll es dort um „einzelne Präventionsangebote“ gehen. Soll heißen: In den Schulen soll auf die Situation von Kindern in belasteten Familien aufmerksam gemacht werden.

Hemmschwelle für Kinder niedriger machen

Betroffenen Schülerinnen und Schülern sollen auch Sprechzeiten bei Fachkräften angeboten werden, um dort über ihre persönliche Situation und Problematik sprechen zu können. Außerdem sind „zielgruppenspezifische Kleingruppenangebote“ geplant.

Durch die Präsenz in der Schule will man die Hemmschwelle für die Kinder niedriger werden lassen, sich im Bedarfsfall persönlich an eine Fachkraft zu wenden. Die soll auch Lehrer für die Thematik sensibilisieren und in den Schulen Qualifizierungs- und Fortbildungsangebote durchführen.

Förderprogramm der Krankenkassen

Vorhaben, die Geld kosten. Und das könnte vom sogenannten „GKV-Bündnis für Gesundheit“ kommen. Dieses kommunale Förderprogramm entspringt einer gemeinsamen Initiative der gesetzlichen Krankenkassen. Einen entsprechender Antrag hat die Stadt schon gestellt, das Verfahren geht aktuell in die zweite und letzte Bewilligungsphase.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Für körperbehinderten Freund: Zwei Brüder radeln durch Europa

Seit über 17 Jahren sind Leo und Thomas mit Maceo befreundet. Sie gingen zusammen in den Kindergarten, wuchsen gemeinsam auf und wurden Freunde fürs Leben....

Mit Geschichten Kindern den Weg zum Lesen öffnen: Dorsten sucht Lesepaten

Vorlesen unterstützt Kinder beim Spracherwerb, erweitert den Wortschatz und weckt die Neugier auf Bücher. Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ engagiert sich seit 24 Jahren in...

DTC Jüntgen feiert historischen Meistertitel vor heimischer Kulisse

Der Dorstener TC Jüntgen hat das erfolgreichste Wochenende seiner Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Bei der erstmals im Final-Four-Format ausgetragenen Endrunde der...

Radfahrer nach Unfall am Lippe-Deich geschlagen und geflüchtet

Nach einem Zusammenstoß zweier Radfahrer am Lippe-Deich in Dorsten sucht die Polizei nach einem bislang unbekannten Mann. Er soll seinen Unfallgegner nach dem Sturz geschlagen...

Klick mich!