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Raesfeld muss sich einen neuen Bürgermeister suchen: Martin Tesing tritt nicht mehr an

Veröffentlicht am

Foto: Petra Bosse

Die heutige Haushaltsrede des Bürgermeisters Martin Tesing in Raesfeld endete mit einem Knall: Hier gab er überraschend bekannt, dass er im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters kandidiere.

Erfolgreiche Projekte und beeindruckende Finanzlage

In seiner Haushaltsrede für das Jahr 2025 legte Martin Tesing den Fokus auf die positive Entwicklung der Gemeinde Raesfeld. Trotz hoher Investitionen bleibt die Gemeinde schuldenfrei – und das im kommenden Jahr zum 32. Mal.

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Der Sparstrumpf der Gemeinde befindet sich mit über 19 Millionen Euro auf einem historischen Höchststand – ein Meilenstein in der Finanzgeschichte Raesfelds. Diese solide Finanzlage und die kontinuierliche Schuldenfreiheit seien, so Tesing, eine Ausnahmestellung in Nordrhein-Westfalen und möglicherweise sogar deutschlandweit. Dennoch steht seine Entscheidung fest: Bei der kommenden Kommunalwahl wird er nicht mehr kandidieren.

Raesfelder Bürgermeister Martin Tesing kandiert 2025 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat
In der heutigen Ratssitzung teilte Bürgermeister Martin mit, dass er sich 2025 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat aufstellen lässt. Foto: Petra Bosse

Beweggründe für den Rückzug von Bürgermeister Martin Tesing

Abschließend teilte Martin Tesing (61 J.) mit, dass diese positive Entwicklung der Gemeinde für ihn persönlich zu der Entscheidung geführt habe, im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren.

„Fast 15 Jahre durfte ich die positive Entwicklung der Gemeinde mitgestalten, zunächst als Erster Beigeordneter, dann in der Doppelfunktion als Erster Beigeordneter und Kämmerer und ab 2020 als Bürgermeister. Und wie heißt es so schön: Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist. Mit meiner Entscheidung möchte ich aber auch den Weg frei machen für eine jüngere Kandidatin oder einen jüngeren Kandidaten. Damit möchte ich sicherstellen, dass die Gemeinde Raesfeld weiterhin mit der Zeit geht und auch in Zukunft eine Gemeinde bleibt, die für alle Generationen lebenswert ist“.

Die heutige Ankündigung, sich nicht für weitere vier Jahre um eine weitere Amtszeit zu bewerben, markiert nun eine Zäsur.

15 Jahre im Dienst in der Gemeinde Raesfeld tätig

Martin Tesing hat in seiner bisherigen Laufbahn die Geschicke Raesfelds maßgeblich geprägt. Als Kämmerer und Erster Beigeordneter ab 2010 sowie seit 2020 als Bürgermeister leitete er die Gemeinde. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Projekte umgesetzt, die Raesfeld zu einem Vorzeigemodell in der Region machten.

„Martin Tesing passt als Kind unserer Region nicht nur gut zu uns, er wird unser Team maßgeblich stärken“, hatte sein Vorgänger, der damalige Bürgermeister Andreas Grotendorst, 2010 anlässlich Tesings Amtsantritt als Erster Beigeordneter betont. Tesing begann seine Karriere im Nordflügel des Raesfelder Rathauses und übernahm zunächst die Leitung des Bau-, Ordnungs- und Sozialamtes.

Neuer Beigeordneter und Kämmer im Rathaus Raesfeld ist Martin Tesing
Amtsantritt in der Gemeinde Raesfeld 2010. v. l.: Claudia Weßeling von der Verwaltung, Martin Tesing als neuer Erster Beigeordneter und Andreas Grotendorst. Foto: Archiv

Als Kämmerer bewies Tesing ab 2015 sein Geschick: Er präsentierte einen Haushalt, der auch im 22. Jahr ohne Schulden auskam. Diese finanzielle Stabilität setzte er als Bürgermeister konsequent fort und prägte damit die Gemeinde nachhaltig.

Bürgermeisterwahl Raesfeld 2020

Martin Tesing gewinnt die Wahl 2020 und ist neuer Bürgermeister von Raesfeld
Erste Gratulanten waren seinerzeit Dr. Sarah Gößling (ehem. Vors. CDU Raesfeld), Andreas Grotendorst und Hans-Dieter Strothmann. Foto: Petra Bosse

Der CDU-Ortsverband Raesfeld-Erle-Homer kürte Tesing im März 2020 als Nachfolger von Grotendorst zum Bürgermeisterkandidaten. Bei den Kommunalwahlen im September 2020 setzte sich dann Martin Tesing durch und trat nahtlos den Wechsel vom Ersten Beigeordneten in das Bürgermeisteramt an.

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