Die Flüchtlingsunterkunft Wulfen wird kommen. Diese Entscheidung hat der Dorstener Stadtrat am Mittwoch gefällt. Zuvor wurde über mögliche Alternativen beraten.
Im Gewerbegebiet Dimker Heide zwischen dem Hessenweg und der Frankenstraße wird eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) entstehen. Dort gibt es eine bislang unbebaute Fläche auf dem Flurstück 352. An dieser Stelle sollen 350 Menschen Zuflucht finden. Zusätzlich soll eine sogenannte Stand-by-Kapazität von 50 weiteren Plätzen bereitstehen.
Vorentscheidung im Sozialausschuss
Die Vorentscheidung fiel zuvor nach etwa anderthalb Stunden Diskussion im Sozialausschuss. Hier wurde der Bau einer Flüchtlingsunterkunft in Form einer ZUE (Zentralen Unterbringungseinrichtung) des Landes in Wulfen der Vorzug gegeben. Die Mehrheit des Ausschusses war den Vorschlägen der SPD, die Flüchtlinge dezentral unterzubringen oder dem Vorschlag der AfD, das Gelände im Marienviertel weiter zu betreiben, nicht gefolgt. (Mehr zu den einzelnen Optionen hier)
Der Vorschlag wurde mit den Stimmen der CDU, der Linke und der Grünen gegen die Stimmen der SPD angenommen. Im Sozialausschuss kam auch eine Sprecherin einer Wulfener Bürgerinitiative zu Wort, die ihre Ablehnung des neuen Standortes im Gewerbegebiet Dimker Heide deutlich machte.
SPD und AfD stimmen bei Hauptabstimmung gegen die Einrichtung
Im Rat kam es dann zur Hauptabstimmung. Hier stimmten CDU, FDP, Grüne, Linke und Die Partei für die Flüchtlingsunterkunft Wulfen. Die SPD und die AfD stimmten dagegen. Es gab keine Enthaltungen.
Der Abstimmung war erneut eine lebhafte Diskussion vorhergegangen, in der die Parteien ihre Argumente noch einmal vortragen konnten.
Die Hauptargumente für die Einrichtung in Wulfen war die Kostenübernahme durch das Land NRW. Ergänzt werden soll die Planung der Einrichtung durch einen Ausbau der Beleuchtung des Hessenweges und eine verbesserte Straßenanbindung. Im Falle einer dezentralen Unterbringung oder einer Betreibung einer eigenen Einrichtung müsste die Stadt die Kosten selbst zahlen.
Hier kann man sich die Sitzung noch einmal ansehen:




























