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Montag, Februar 26, 2024
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Richtiges Verhalten bei Hitze: Gesundheitsamt gibt Tipps

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Im Kreis Recklinghausen hat der Juni den Bewohnern bereits einige heiße Tage beschert, und der Rettungsdienst musste seine ersten Einsätze aufgrund der Hitze verzeichnen. Unter anderem mussten Rettungskräfte sich um Grundschüler kümmern, die nach einem Sportfest mit Kreislaufproblemen, Übelkeit und anderen Symptomen zu kämpfen hatten.

Um sicherzustellen, dass die Menschen im Kreis das sommerliche Wetter bestmöglich genießen können, hat das Präventionsteam des Gesundheitsamts einen Flyer mit den wichtigsten Tipps und Ratschlägen für heiße Tage erstellt. Die wichtigste Botschaft lautet: „Nehmen Sie eine Trinkflasche mit, wenn Sie unterwegs sind, und denken Sie an eine Kopfbedeckung.“

Besonders für Menschen ab 65 Jahren gibt es wichtige Hinweise. Sie sollten mit dem Hausarzt über die regelmäßig eingenommenen Medikamente sprechen. Personen, die beispielsweise blutdrucksenkende Mittel, wassertreibende Medikamente oder Psychopharmaka einnehmen, sollten beim nächsten Arztbesuch klären, ob bei großer Hitze Anpassungen erforderlich sind.

Den Kopf kann man zum Beispiel mit einem Hut vor Sonne schützen. Foto: pixabay

Viel trinken und Schatten suchen

„Bei hohen Temperaturen sollte der Körper stets mit ausreichend Flüssigkeit versorgt sein. Empfohlen werden zwei bis drei Liter am Tag. Spätestens alle zwei Stunden sollte ein Glas Wasser getrunken werden. Ebenfalls gut geeignet sind ungesüßter Tee oder Saftschorlen“, erklärt Regina Maienhöfer, Ernährungswissenschaftlerin beim Kreis Recklinghausen. „Der beste Weg mit der Hitze umzugehen ist Vorbeugung“. Maienhöfer rät, den Wohnraum früh morgens und nachts zu lüften. Tagsüber sollten die Fenster geschlossen bleiben und verdunkelt sein. Auch luftige, helle Kleidung sei empfehlenswert. „Personen, die sich im Freien aufhalten, sollten sich bestmöglich im Schatten aufhalten“, rät die Expertin. Sportliche Aktivitäten sind in den kühleren Morgen- und Abendstunden sinnvoller.

Warnsignale richtig erkennen

„Wichtig ist allerdings auch, die Warnsignale zu erkennen und im Bedarfsfall Hilfe zu rufen“, sagt Behan Zorlu, Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen beim Kreis Recklinghausen. Wenn nach einem Aufenthalt in der Sonne Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen oder sogar Verwirrtheit, erhöhte Temperatur oder Fieber auftreten, sollte man den Hausarzt kontaktieren. Außerhalb der Sprechzeiten ist der hausärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116117 zu erreichen.

Wenn eine Person bewusstlos wird, einen Hitzekrampf oder Hitzekollaps erleidet, sollten Helfer den Notruf 112 wählen. „Wenn diese Symptome auftreten, kann das lebensgefährlich sein. In solchen Fällen ist es wichtig, den Rettungsdienst zu alarmieren“, sagt Behan Zorlu. „Häufige Anzeichen sind neben der Bewusstlosigkeit ein hoher Puls und niedriger Blutdruck.“

Rettungsdienst-Krankenwagen
Im Notfall 112 anrufen. Foto: pixabay

Erste-Hilfe-Maßnahmen

Als Erste-Hilfe-Maßnahme, bis die Rettungskräfte eintreffen, sollte die betroffene Person an einen kühlen Ort oder in den Schatten gebracht werden. Kopf, Nacken, Hände und Füße kann man mit feuchten, lauwarmen Tüchern kühlen. Es ist auch hilfreich, der Person Wasser oder Saftschorle anzubieten. Als besonders gefährdet gelten Babys, Kleinkinder, Schwangere, Senioren, Wohnungslose, Handwerker, Übergewichtige, Sportler und Personen mit Vorerkrankungen.

„Besonders bei anhaltender Hitze ist es ratsam, auf seine Mitmenschen zu achten. Ältere, alleinstehende Menschen sind bei Hitzewellen besonders gefährdet“, betont Behan Zorlu.

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