Impfungen der Beschäftigten in Kitas, der Kindertagespflege sowie in Grund- und Förderschulen in Dorsten ist am Freitag gestartetet

190 Impfwillige wurden in Holsterhausen mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft. 30-köpfiges Impfteam der Praxis Dr. Neukam aus Schermbeck baute Impfstraße in der „von Ketteler-Schule“ auf.

Am Freitag begannen im Kreisgebiet die Impfungen für die Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen und der Kindertagespflege, in Grund- und Förderschulen sowie in besonderen Jugendhilfeeinrichtungen tätig sind. Ab dem 8. März war die Hotline im Kreis Recklinghausen für die Terminvergabe freigeschaltet.

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30-köpfiges mobiles Impfteam aus Schermbeck

In Dorsten-Holsterhausen reiste ein 30-köpfiges mobiles Impfteam, bestehend aus Arzthelferinnen und einem Rettungssanitäter, der Praxis Dr. Christian Neukam aus Schermbeck an. „Wir impfen heute 190 Personen. Das ist schon eine sportliche Leistung“, so Dr. Christian Neukam, Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin aus Schermbeck.

Aufgebaut wurde die Impfstraße am Vormittag in der Turnhalle der von Ketteler-Schule in Holsterhausen. Ab 14 Uhr konnte dann mit dem Impfen von AstraZeneca begonnen werden. Wer hoffte, sich am Ende eine schnelle Impfung durch Restimpfstoff ergattern zu können, wurde enttäuscht. „Den müssen wir heute wieder zum Testzentrum zurückschicken und müssen über jeder geimpften Person einen Nachweis geben, sowohl bei der KVWL-Westfalen Lippe, als auch beim Robert Koch Institut“, so Neukam.

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Nur wer einem negativen Coronatest hatte, durfte geimpft werden. Foto: Petra Bosse

Mehrere Etappen

Die Impfstaße bestand aus mehreren Etappen. Gestartet wurde mit einem Schnelltest. War das Ergebnis positiv, musste die Impfung verschoben werden. Nach Erledigung aller Formalien standen insgesamt fünf Impfboxen zur Verfügung. Am Ende mussten sich alle Beteiligten zur weiteren Beobachtung noch für 20 Minuten in die Mensa begeben, um eventuelle auftretende Extremreaktionen auszuschließen.

Nur ein kleiner Piks, aber ein großer Schritt für die Menschheit. Auch der Dorstener Simon Rodriquez-Garcia hatte einen Impftermin vereinbart. „Hat gar nicht wehgetan“, scherzte er kurze Zeit später, als er seinen Stuhl wieder verlassen konnte. Gleichzeitig gestand er, dass er eigentlich Schiss vor Spritzen habe. Rodriquez war im letzten Jahr mit dem Corona-Virus infiziert. Mit Blick in die Zukunft setzt er nun voll auf die Impfung.

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Nur ein kleiner Piks, aber ein großer Schritt für die Menschheit. Simon Rodriquez-Garcia war einer der 190 Personen, die sich im Vorfeld angemeldet hatten. Foto: Petra Bosse

Schermbecker Arztpraxis seit März 2020 aktiv

Bereits seit März 2020 ist die Praxis Dr. Neukam mit einem Abstrich-Mobil für Schnelltests aktiv dabei und im Einsatz.

Darüber hinaus betreue, so Neukam, auch viele Schule. Das könne auch der Grund dafür gewesen sein, dass der Kreis Recklinghausen auf ihn zukam, um mit ihm in Dorsten die erste Impfstraße aufzubauen. „Ich gehe davon aus, dass, wenn es heute hier gut läuft, wir in drei Monaten erneut die Zweitimpfungen durchführen werden“, fügt Neukam hinzu.

Mit Blick auf den Kostenfaktor sei, so der Mediziner, hierbei nicht das große Geld zu machen „zumal wir die ganzen Materialien privat zur Verfügung stellen“.

Was jedoch das generelle Impfen in Zeiten der Corona-Pandemie anbelangt hat der Schermbecker Mediziner seine feste Meinung: „Impfen ist deshalb alleine schon wichtig, da wir nur so aus der Pandemie herauskommen“. Petra Bosse

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