Mit einem festlichen Abend im Restaurant Maas-Timpert hat der Unternehmerverein „Sag Ja! zu Dorsten“ sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Mitglieder, Gäste aus Wirtschaft und Politik sowie Wegbegleiter der ersten Stunde waren gekommen, um gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Engagement für die Stadt zurückzublicken.
Zu den Festrednern gehörten der heutige 2. Vorsitzende Klaus Schmitz sowie Mitbegründer und ehemaliger Vorsitzender Alfred Sartory. Beide erinnerten an die Anfänge des Vereins und würdigten die vielen Projekte und Menschen, die „Sag Ja! zu Dorsten“ in den vergangenen Jahren geprägt haben.
Erinnerung an Gründer und Wegbegleiter
Zum Auftakt begrüßte Klaus Schmitz die Gäste und richtete einen besonderen Gruß an die Gründer und Unterstützer der ersten Stunde. Gleichzeitig erinnerte er an Wegbegleiter des Vereins, die inzwischen verstorben sind.
„Wir sind angetreten, um Verantwortung zu übernehmen“, sagte Schmitz in seiner Rede. „Und das haben wir auch getan.“
In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe der Verein zahlreiche Projekte unterstützt oder selbst angestoßen. Dazu gehörte unter anderem die Initiative „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Auch das Dorstener Lichterfest sei seit vielen Jahren eng mit dem Engagement der Unternehmergemeinschaft verbunden.
„Das Lichterfest zeigt jedes Jahr aufs Neue, was möglich ist, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte Schmitz.

Eine Idee aus dem Stadtmarketingprozess
Mitbegründer Alfred Sartory blickte in seiner Rede weiter zurück – in eine Zeit des Umbruchs Ende der 1990er Jahre. Damals habe ein Stadtmarketingprozess unter dem damaligen Bürgermeister Lambert Lütkenhorst die Frage aufgeworfen, wie Dorsten wirtschaftlich und gesellschaftlich gestärkt werden könne.

„Es gab kein Drehbuch und keine Garantie für den Erfolg“, erinnerte sich Sartory. „Es gab nur die Überzeugung, dass unsere Stadt es wert ist, sich darum zu kümmern.“
Aus zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern, Vereinsvertretern und engagierten Bürgern entstand schließlich die Idee für eine neue Initiative. Am 3. Januar 2006 wurde der Verein offiziell gegründet.
Der bewusst gewählte Name „Sag Ja! zu Dorsten“ sollte dabei eine klare Botschaft senden: ein klares Bekenntnis zur Stadt und zu aktivem Engagement.

Frühe Projekte mit großer Wirkung
Schon kurz nach der Gründung setzte der Verein erste Projekte um. Eine der ersten Aktionen war eine Spendeninitiative für eine Schule im Hochwassergebiet von Sri Lanka. Innerhalb kurzer Zeit kamen mehr als 10.000 Euro zusammen.
Ein weiteres wichtiges Projekt war die Aktion „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Durch Spenden aus der Dorstener Unternehmerschaft konnten Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von rund 400.000 Euro nach Dorsten geholt werden.
Auch Veranstaltungen wie die Immobilienmesse „Do it“ oder verschiedene Netzwerkformate für Unternehmer gehörten in den folgenden Jahren zum Engagement des Vereins.

Unternehmergeist als Leitgedanke
Ein Gedanke zog sich wie ein roter Faden durch die Reden des Abends: Verantwortung übernehmen statt abwarten.
„Es gibt zwei Sorten von Menschen. Es gibt Unternehmer – und es gibt Unterlasser“, zitierte Alfred Sartory einen Satz aus seiner frühen beruflichen Laufbahn.
Auch Klaus Schmitz griff diesen Gedanken auf und erinnerte an einen Leitspruch aus den Anfangsjahren des Vereins: „Seid Unternehmer und keine Unterlasser.“

Netzwerk für die Dorstener Wirtschaft
Neben konkreten Projekten ging es dem Verein immer auch um den Austausch zwischen Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Gespräche mit städtischen Ämtern und der Wirtschaftsförderung hätten häufig dazu beigetragen, Probleme frühzeitig zu klären und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
„Dialog statt Distanz“, beschrieb Sartory diesen Ansatz.
Heute zählt der Verein zahlreiche Mitglieder aus unterschiedlichen Branchen. Stammtische, Seminare und Netzwerkveranstaltungen bieten Gelegenheit zum Austausch und zur Zusammenarbeit.

Blick nach vorn
Zum Abschluss richtete Alfred Sartory den Blick auf die Zukunft. Städte und Unternehmen stünden heute vor neuen Herausforderungen – etwa durch Digitalisierung, Fachkräftemangel oder wirtschaftliche Veränderungen.
„Städte brauchen Menschen, die sich kümmern. Die nicht fragen: Wer macht es? Sondern sagen: Wir machen es“, betonte er.
Sein Wunsch an die Mitglieder: weiterhin neugierig, mutig und engagiert zu bleiben. „Solange es Menschen gibt, die Ja sagen, wird Dorsten mehr sein als nur ein Ort auf der Landkarte.“




























