„Wir machen das für den Artenschutz der Schnecken“. Das ist eine Aussage von Dennis Lage. Der 29-jährige züchtet gemeinsam mit seiner Freundin Lea Spachowski Schnecken. Sie haben richtig gelesen. Schnecken.

Interesse an Schnecken schon im Grundschulalter

Die „Schneckenliebe“ fing bereits bei Lea Spachowski in den Kinderschuhen an. Zu diesen Zeiten nahm die 24-jährige eine Schnecke als Haustier bei sich auf. „In der Grundschule hielt ich ein Referat über Schnecken und hatte bereits ein paar Basiskenntnisse“, so die Schul- und Kindergarten Fotografin.

Alles begann mit Schnecke „Franky“

Dennis Lage fand im Oktober 2019 auf einer Baustelle eine Schnecke. Diese hatte ein kaputtes Schneckenhaus. Der Anlagenmechaniker zögerte nicht lange und nahm die Schnecke mit nach Hause. Das Pärchen päppelte die Schnecke wieder auf. Übrigens tauften sie die Schnecke auf den Namen „Franky“. 33 der heute 2500 Schnecken haben von den beiden einen Namen erhalten.

Alles begann zunächst nur mit einer Schnecke namens „Franky“
Foto: André Elschenbroich

An Weihnachten 2019 die Überraschung

„Franky sollte nicht alleine bleiben, daher wollten wir 2-3 Freunde für ihn haben“, erzählt und lacht das Paar. Als die beiden an Weihnachten 2019 nach Hause kamen fanden sie Schneckeneier. Aus anfänglich wenigen Schnecken wurden dann mehr. Der Startschuss für die Schneckenzucht.

Instagram-Community immer dabei

Auf ihrem Instagram-Kanal schnecken_channel informieren Lea Spachowski und Dennis Lage über die Zucht und die Pflege von Schnecken. Dort lassen die beiden auch über neue Namen für Schnecken abstimmen. Des Weiteren verkauft das Dorstener Paar dort auch Nahrungsergänzungsmittel für Schnecken.

Auf Instagram informieren Lea Spachowski und Dennis Lage über Schnecken
Foto: André Elschenbroich

Schneckenzucht ist Zeit- und Kostenintensiv

Wer jetzt denkt, eine Schneckenzucht wäre leicht und einfach zu händeln: Weit gefehlt. „Das Füttern der Schnecken dauert zwei bis drei Stunden und muss ungefähr drei mal die Woche erledigt werden“, so Lea Spachowski. „Mit dem Saubermachen der Terrarien sind wir auch so ungefähr zehn bis elf Stunden beschäftigt“, ergänzt die 24-jährige.

Hohe monatliche Ausgaben für Schnecken

Die monatlichen Kosten für die Fütterung der „Schleimer“, wie sie liebevoll genannt werden, sind nicht ganz ohne. Die Schnecken werden hierbei unter anderem mit Obst und Gemüse gefüttert. „Wir würden uns freuen, sollte ein Supermarkt auf uns zu kommen, der einen Überschuss an Lebensmittel hat. Natürlich Lebensmittel die nicht mehr an die Tafel gespendet werden können“, erzählt das Paar.

2500 Schnecken leben bei den beiden Dorstenern in Terrarien
Foto: André Elschenbroich

Heimische Schnecken in Zukunft aussetzen

Das Hauptziel sei für beide vorrangig der Artenschutz der Schnecken. Beispielsweise sei vor allem die Zahl der heimischen Weinbergschnecken zurückgegangen, so die Schneckenzüchter. In Zukunft möchten die beiden die heimischen Schneckenarten in der Natur aussetzen.

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