StartPolizei - FeuerwehrSchockanruf in Dorsten-Hervest: 60-Jährige fällt auf dreiste Betrugsmasche herein

Schockanruf in Dorsten-Hervest: 60-Jährige fällt auf dreiste Betrugsmasche herein

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Erneut ist eine Dorstenerin Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden: Eine 60-jährige Frau aus Hervest wurde am Freitag Opfer eines sogenannten „Schockanrufs“. Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Art von Telefonbetrug, die derzeit im gesamten Kreis Recklinghausen und in Bottrop zunimmt.

Die Frau erhielt gegen Mittag einen sogenannten „Schockanruf“. Der Anrufer gaukelte ihr vor, ihre Tochter habe einen schweren Unfall verursacht und müsse nun eine hohe Kaution zahlen, um eine Haft zu vermeiden. In Panik glaubte die 60-Jährige dem Anrufer. Kurz darauf wurde sie von einem Taxi abgeholt und zu einer Bank gefahren, wo sie Bargeld abhob. Anschließend wurde sie telefonisch angewiesen, zum Marktplatz zu kommen – dort trat plötzlich ein unbekannter Mann an sie heran und fragte nach dem Geld. In dem Glauben, ihrer Tochter zu helfen, übergab die Dorstenerin Bargeld und Goldschmuck.

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Der Täter konnte fliehen. Laut Polizei wird er wie folgt beschrieben:

  • etwa 25 bis 30 Jahre alt
  • 1,65 bis 1,70 Meter groß
  • schlanke Statur
  • dunkle, kurze Haare
  • kein Bart, keine Brille
  • dunkel gekleidet

Zeugen, die den Vorfall am Freitagmittag im Bereich des Dorstener Marktplatzes beobachtet haben oder Hinweise zu dem Mann geben können, können sich unter Tel. 0800 / 2361 111 an die Polizei wenden.

Welle von Betrugsfällen im Kreis

Auch in Herten und Bottrop kam es am Wochenende zu ähnlichen Betrugsdelikten. In Herten täuschte ein falscher Handwerker einen Wasserrohrbruch vor und entwendete Goldschmuck, in Bottrop gaben sich zwei Männer als Heizungsmonteure aus und stahlen Bargeld.

Die Polizei geht davon aus, dass Betrüger derzeit gezielt ältere Menschen im Kreisgebiet ansprechen, um sich Zutritt zu Wohnungen oder Zugriff auf Bargeld zu verschaffen.

Polizei warnt: Nicht unter Druck setzen lassen

Die Polizei Recklinghausen warnt eindringlich vor diesen Maschen. „Betrüger werden immer erfinderischer und gehen mit großem psychologischen Druck vor“, heißt es in der Mitteilung. Besonders ältere Menschen seien häufig betroffen.

Wichtige Präventionstipps

Die Polizei gibt folgende Tipps, um nicht Opfer eines Betrugs zu werden.

  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung – auch nicht, wenn sie sich als Handwerker oder Amtspersonen ausgeben.
  • Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und rufen Sie selbst bei Angehörigen oder der Polizei zurück.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten, Bankkarten oder PINs heraus.
  • Im Zweifel: Notruf 110 wählen.

Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen oder Nachbarn über solche Betrugsversuche – gemeinsame Aufmerksamkeit schützt.

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