Die Realschule St. Ursula in Dorsten hatte am Freitag und Samstag zum Tag der offenen Tür geladen. Besucher erlebten die Schule nicht in überfüllten Fluren, sondern in ruhiger Atmosphäre.
Anstatt die Besucher einfach in die Schule und ihrer eigenen Orientierung zu überlassen, setzt die Realschule seit Jahren auf Führungen. Im Halbstundentakt startete dabei eine neue Führung. Die ersten beiden Gruppen des Tages gingen sogar zeitgleich in entgegengesetzter Richtung durch das Gebäude. Rektorin Miriam Baumeister erklärte: „Wir haben ein ganz anderes Konzept für den Tag der offenen Tür. Die Führungen sind persönlicher und intensiver.“
Das Format hat sich bewährt. „Vor drei Jahren haben wir die Eltern anonym befragt. Das Ergebnis war zu hundert Prozent positiv. Es sei eine Spur persönlicher, das war damals die häufigste Rückmeldung“, so Baumeister.

Start in der Pausenhalle der Realschule St. Ursula
Der Rundgang begann in der großen Pausenhalle. Dort betreibt die Bäckerei Imping den Kiosk und auch der Förderverein unterstützt die Versorgung der Schüler. Die Lehrer begrüßten die Besucher und leiteten sie dann auf einer rund einstündigen Tour durch das Gebäude.
Einblicke in die Schulbücherei
In der freundlichen Schulbücherei konnten Bücher und andere Medien ausgeliehen werden. Die Medienscouts der Schule unterstützten dabei jüngere Mitschüler bei der Auswahl. „Viele entdecken hier neue Lieblingsbücher oder recherchieren für Referate“, lernten die Besucher.
Klassenräume mit moderner Ausstattung
Hell und einladend war ein frisch renovierter Klassenraum mit Teppichboden. „Dieser Raum ist ideal für Kinder mit Höreinschränkungen. Die Akustik ist somit deutlich angenehmer und die Lernatmosphäre sehr ruhig“, erklärten die Lehrer. Auch die regulären Klassenräume überzeugten mit moderner Technik. Whiteboards und Tablets gehören hier selbstverständlich dazu.

Biologie zum Entdecken
In den Biologieräumen präsentierte Marc Hötten-Löns aus der erweiterten Schulleitung verschiedene Modelle und mikroskopische Präparate. Tierskelette, Hautzellen oder die Struktur eines Blattes faszinierten die Gäste. Hötten-Löns kündigte außerdem ein neues Projekt an: „Wir planen ein eigenes Bienenvolk. Die Ursulabienen sollen bald auf dem Schulgelände einziehen.“ Als Erinnerung durften die Besucher schon einmal Tütchen mit bienenfreundlichen Blumensamen mitnehmen.

Berufsorientierung mit eigenem Büro
Ab Klasse neun ist Berufsorientierung ein eigenes Fach. Das Berufsorientierungsbüro bietet dabei Beratung und viele Informationen zu möglichen Ausbildungswegen.
Technik und Informatik ab Klasse fünf
Im Lernzentrum Technik fanden die Besucher dann unter anderem programmierbare Legoroboter und moderne Tablet-Computer vor. Informatik beginnt an der Realschule bereits ab Klasse fünf. „Viele entwickeln hier sehr schnell Spaß am Programmieren“, sagte Hötten-Löns.

Naturwissenschaften zum Anfassen
Im Chemieraum betrachteten die Besucher verschiedene Versuchsanordnungen und, als kleinen Gag, einen außergewöhnlichen Adventsbaum aus Reagenzgläsern.

Ein Höhepunkt wartete dann im Physikraum. Zwei ältere Schüler führten einen Versuch unter einer Vakuumglocke vor. Ein Schokokuss wurde unter der Glocke platziert und die Luft langsam herausgezogen. Die Kinder rieten gespannt, was passieren würde.

Einige erwarteten eine Explosion, andere ein Zusammenfallen. Stattdessen begann der Schaum im Inneren sichtbar zu wachsen. Der Schokokuss blähte sich immer weiter auf, bis er fast doppelt so groß war wie zuvor. Das Staunen war groß.

Erst als wieder Luft in die Glocke strömte, schrumpfte er langsam zurück. Zum Abschluss durften die Besucherkinder einen eigenen Schokokuss genießen. „Den Schokokuss aus dem Versuch würde ich allerdings nicht mehr essen wollen“, lächelte einer der älteren Schüler.
Kreativität im Untergeschoss
Im Kunstraum bestaunten die Gäste farbenfrohe Bilder und kleine Baumhäuser aus Leichtholz. Der Textilgestaltungsraum zeigte darüber hinaus weitere kreative Projekte. Baumeister erklärte mit einem Lächeln: „Am Ende kann jeder unserer Schüler mindestens einen Knopf annähen und ein Loch stopfen.“

Weitere Stationen der Schule
Der Rundgang führte dann über den Sportplatz direkt neben dem Schulgebäude und durch das Atrium, das an warmen Tagen auch für Unterricht genutzt wird. Im Hauswirtschaftsraum lernen die Realschüler, wie man kocht und Mahlzeiten zubereitet. Jeder Besucher durfte sich einen der beliebten Ursulakekse mitnehmen.

In der integrierten Sporthalle zeigten Lehrkräfte die Vielfalt des Sportunterrichts. Der Rundgang endete im Musikraum und in der Aula, die Platz für die gesamte Schulgemeinde bietet und regelmäßig für kulturelle Veranstaltungen genutzt wird.

Die Realschule St. Ursula präsentiert sich an diesen Tagen als eine Schule, die Persönliches, Moderne und Vielfalt verbindet. Die Besucher erleben eine Atmosphäre, die die Freude am Lernen spürbar macht.
Mitmachtag und Anmeldung
In ein paar Wochen gibt es bereits ein Wiedersehen. Beim Mitmachtag am Mittwoch, 21. Januar 2026, können die Grundschüler selbst aktiv werden. „Dann kennen die Kinder die Schule schon ein bisschen und können einen kreativen Nachmittag erleben“, erklärt Baumeister.

Die Anmeldetermine für das neue Schuljahr finden Anfang Februar statt. Ab dem 1. Dezember können im Sekretariat Termine vereinbart werden.




























