Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, haben sowohl die Stadt Dorsten als auch der Kreis Recklinghausen mit symbolträchtigen Aktionen Stellung gegen die weltweite Gewalt an Frauen und Mädchen bezogen.
Dieser Aktionstag wurde 1999 von den Vereinten Nationen initiiert. Er lenkt jährlich den Fokus auf eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen unserer Zeit.
Dorsten: Fahnenaktion und Gottesdienst
In Dorsten begann der Aktionstag mit dem Hissen der Fahne der Organisation Terre des Femmes vor dem Rathaus. Bürgermeister Tobias Stockhoff, die Gleichstellungsbeauftragten Jacky Möller und Ulrike Fenske sowie Vertreterinnen des Frauenhauses Dorsten, Lina Kania und Nadine Kötters, setzten damit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Am Abend folgte ein ökumenischer Gottesdienst im Franziskanerkloster, der rund 50 Besucherinnen und Besucher in einer bewegenden Atmosphäre zusammenführte.

„Es war ein bewegender Gottesdienst, der auch die Gelegenheit zu einem intensiven Austausch bot“, erklärte Gleichstellungsbeauftragte Jacky Möller. Nadine Kötters vom Frauenhaus betonte die Notwendigkeit, sich nicht nur an diesem Tag, sondern täglich aktiv gegen Gewalt einzusetzen. „Alles beginnt mit der eigenen Haltung.“
Recklinghausen: Orangefarbene Flagge gegen Gewalt
Auch der Kreis Recklinghausen beteiligte sich an diesem weltweiten Aktionstag. Landrat Bodo Klimpel, gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Frauke Lindberg und ihren Vertreterinnen Katja Hake und Juliane Seidel, hissten vor dem Kreishaus die orangefarbene Flagge, die für ein gewaltfreies Leben steht. „Dieses Zeichen ist aktueller denn je“, betonte Klimpel. Die Zahlen sind dabei alarmierend. Laut dem Bundeskriminalamt stieg die Zahl der Opfer häuslicher Gewalt in Deutschland im vergangenen Jahr auf über 180000. Das ist ein Anstieg von 17 Prozent im Vergleich zu 2019.

Ein starkes Signal in der Region
In beiden Städten wurde die Bedeutung dieser Aktionen hervorgehoben. Bürgermeister Tobias Stockhoff mahnte, dass betroffene Frauen ihre Angst überwinden und Hilfe suchen sollten. „Es ist wichtig, immer wieder auf diese Themen aufmerksam zu machen, um Betroffenen die Stigmatisierung zu nehmen.“ Auch Jacky Möller machte deutlich, dass Gewalt viele Formen annehmen kann – von psychischer und körperlicher Gewalt über finanzielle Abhängigkeit bis hin zu frauenverachtenden Kommentaren in sozialen Medien.
Hilfe ist verfügbar
Das Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen ist unter der kostenlosen und anonymen Nummer 116 016 rund um die Uhr erreichbar. Es bietet Beratung in 18 Sprachen und steht auch in barrierefreier Form zur Verfügung.




























