Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone am Sonntag

Dorsten. Sterne für die Stadt – rund 1.500 Menschen ziehen am vergangenen Sonntag beim Sternlauf los, sind zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs und haben nur ein Ziel: Den Bürgerpark „Stadtkrone“ bei Maria Lindenhof.

Auf dem Weg dorthin hinterlassen sie ihre Spuren mit Liedern, Luftballons, gehäkelten, roten Blumen oder Sternen als Wegmarkierung.

Sternlauf der Stadtkrone 2018
Große Beteilung und viele Besucher beim Sternlauf der Stadtkrone 2018

Ankommen

Wer im Park ankommt, wird herzlich von Kuratorin Marion Taube und Bürgermeister Tobias Stockhoff willkommen geheißen – und dann? Dann passiert erstmal nichts. Bewusst nicht. Reisen bedeutet schließlich auch Ankommen.

Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone
Hallo Dorsten

Nach der Strecke gönnt sich manch einer daher erstmal ein kühles Eis und zieht sich in den sicheren Schatten zurück. Die Sonne strahlt – ebenso wie die Dorstener, die ein strahlendes Lächeln im Gesicht tragen.

Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone
Eine glückliche Marion Taube

Das Stadtkrone-Logo

Peu á peu treffen die Bürger ein. Der Freundeskreis Crawley schwingt Fähnchen und hat die Queen gleich mitgebracht: Marita Kipinski schlüpft gekonnt in ihre Rolle, wird mit einem Handkuss von Bürgermeister Tobias Stockhoff empfangen. Johannes Wulf sprüht ihm kurze Zeit später ein großes „M“ auf sein weißes Hemd: Das Stadtkrone-Logo.

Signiert für den Sternlauf. Bürgermeister Tobias Stockhoff und Johannes Wulf
Signiert für den Sternlauf. Bürgermeister Tobias Stockhoff und Johannes Wulf

Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone

Die Sternläufer verteilen sich an den Rändern der großen Wiese unter den Bäumen. Sie breiten Decken aus, setzen sich in ihre selbst mitgebrachten, aufklappbaren Stühle. Die Kinder haben längst die Wasserrutsche des Technischen Hilfswerks auf dem Hügel entdeckt.

Eine angenehme Abkühlung an einem heißen Tag. Viele Helfer unterstützen die Aktion, darunter auch die Jungs von Schaukelbaum und das THW.

Abkühlung bei THW
Abkühlung bei THW

Auf der Bühne rührt sich dann doch etwas. Die Kuratorin steht mit dem Bürgermeister auf dem Podest und ruft alle herbei.

Die Menschen wagen sich aus dem Schatten heraus ins Sonnenlicht und rücken enger zusammen. Sie wollen sehen, was passiert. Es ist an der Zeit, die Sternläufer der Stadt zu begrüßen. In dem Moment sieht Taube in der Ferne die Spätzünder in roten Hemden: „Hallo Deuten!“, ruft sie ins Megafon – und winkt den Sternradlern ihrer eigenen Heimat zu.

Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone
Hallo Deuten …

Ohne Umschweife reagieren die Deutener und fahren mit ihren Drahteseln vor. Sie werden unter Applaus und Jubel von allen Juwelen, wie Taube die Bürger der Stadt einst nannte, auf dem Platz empfangen. Und Dorsten hat viele Juwelen: Rund 72.000, wie Stockhoff verrät.

Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone

Einzeln werden die Repräsentanten der elf Stadtbezirke aufgerufen und holen sich je einen Stern als Statthalter für einen Apfelbaum und ein kurzes, dickes Tau ab. Der Baum kann erst im Herbst im essbaren Garten gepflanzt werden und das Tau steht symbolisch dafür, dass alle an einem Strang ziehen. Ein Tusch ertönt.

Oliver Jahnich gibt dem Blasorchester St. Antonius und der Blasmusik St. Marien das Zeichen.

sternlauf Dorsten Stadtkrone 2018

Stadtleben in Dorsten

Seit dem Lippe-Polder-Park sieht Taube, wie sich das Stadtleben in Dorsten bewegt. „Mit dieser Stadt ist etwas geschehen“, sagt die Initiatorin. „Das ist ein Zeichen. Eine Botschaft an die Gesellschaft.“ Dass etwas passieren kann, wenn alle zusammenhalten, weil alle zusammengehören.

sternlauf Dorsten Stadtkrone 2018

Sogar an Orten wie diesen, wo vor einem halben Jahr noch Niemandsland war. Sie hat diesem Ort neues Leben eingehaucht und bewusst gemacht, wie lebendig tote Orte durch Gemeinschaft sein können.

Daher berührt es die Anstifterin zutiefst, dass so viele Menschen mitten ins Herz der Stadt gekommen sind. Zu ihrem Herzensprojekt. Dank ihr bleibt der Puls der Stadt lebendig – aber auch dank aller Bürger, die mitmachen, um ihre Wunschprojekte in Wirklichkeit zu verwandeln.
Siehe auch: Erste Impressionen vom Sternlauf

Strahlender Sternlauf zur Stadtkrone

 

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Hallo, ich bin Marie. Schon während meines Studiums in Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule schlug mein Herz für die Geschichten der Menschen. Noch heute filme, schreibe und fotografiere ich leidenschaftlich gerne. Mein Herz brennt für das Leben - und alles was mit Kultur, Reisen und der Welt zu tun hat. Als freie Mitarbeiterin war ich während meines Studiums stets für die WAZ Dorsten unterwegs - die Redaktion war mein zweites Zuhause. Als die Lokalredaktion dicht machte, zog es mich nach Kassel zum Volontariat bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, kurz HNA. Zwei Jahre lang ging es von einem Ressort zum nächsten. Ich arbeitete an der Fernsehseite mit, lernte die Abläufe beim Radio kennen und schnupperte in die Ressorts Online, Wirtschaft und Politik hinein. Seit Dezember 2017 arbeite ich hauptberuflich bei einer Kommunikationsagentur in Düsseldorf. Ich schreibe für dorsten-online.de, weil es von Menschen aus der Heimat für Menschen aus der Heimat gemacht wird und freue mich, Sie mit Beiträgen und Informationen aus der Region versorgen zu dürfen. Anregungen, Fragen und Hinweise nehme ich gerne entgegen. Marie-Therese Gewert

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