StartFreizeitSportSven Bartmann tritt als Vorsitzender von Rot-Weiß Dorsten zurück

Sven Bartmann tritt als Vorsitzender von Rot-Weiß Dorsten zurück

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Nach vier Jahren an der Spitze des FC Rot-Weiß Dorsten hat Sven Bartmann sein Amt als Vereinsvorsitzender mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Als Gründe nennt er gesundheitliche und familiäre Belastungen. Der übrige Vorstand führt die Vereinsarbeit weiter.

Insgesamt war Bartmann fünf Jahre lang im Vorstand des Dorstener Sportvereins tätig, vier davon als Vorsitzender. Die Entscheidung zum Rückzug sei ihm nicht leichtgefallen, erklärte er in einer persönlichen Mitteilung an Mitglieder, Kooperationspartner, Sponsoren und Unterstützer.

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„Ich habe diesen Schritt mehr als ein halbes Jahr vor mir hergeschoben“, schreibt Bartmann. Er habe lange versucht, alle Aufgaben weiterhin zu bewältigen und die verschiedenen Bereiche zusammenzuhalten. Schließlich sei jedoch deutlich geworden, dass er weder dem Verein noch sich selbst gerecht werde, wenn er seine eigenen Grenzen ignoriere.

Die Entscheidung sei mit den weiteren Vorstandsmitgliedern abgestimmt worden. Die Vorstandsarbeit werde nahtlos fortgeführt. Auch für laufende und anstehende Projekte blieben die bisherigen Ansprechpartner erreichbar.

Aufbau der Jugendabteilung als Schwerpunkt

In seiner Abschiedserklärung blickt Bartmann vor allem auf den Ausbau der Jugend- und Vereinsarbeit zurück. In den vergangenen Jahren sei eine Jugendabteilung entstanden, die Kindern und Jugendlichen nicht nur sportliche Angebote, sondern auch Gemeinschaft und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten bieten solle.

Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Inklusion. Rot-Weiß Dorsten habe sich bewusst als Verein für alle Menschen verstanden, darunter auch für Sportler mit Behinderung. Nicht allein Tabellenplätze, Meisterschaften oder Aufstiege sollten den Erfolg des Vereins bestimmen.

„Wir wollten ein Verein für alle sein, kein Verein nur für die Leistungsstärksten“, schreibt Bartmann. Die eigentlichen Erfolge zeigten sich für ihn vor allem an den Menschen, die beim Verein eine sportliche Heimat gefunden hätten.

Spaß und Gemeinschaft vor Leistungsdruck

Als richtungsweisend bezeichnet Bartmann den Grundsatz, dass Freude am Sport und das Gemeinschaftserlebnis vor dem Leistungsprinzip stehen müssten. Wer gerne zum Training und zu den Spielen komme, bleibe dem Sport langfristig verbunden. Zu großer Leistungsdruck könne dagegen dazu führen, dass insbesondere Kinder und Jugendliche die Lust verlieren.

Dieser Gedanke solle den Verein nach seinem Wunsch auch künftig prägen. Rot-Weiß Dorsten habe sich damit bewusst für einen anderen Weg als viele leistungsorientierte Vereine entschieden. Im Mittelpunkt hätten Breite statt Spitze, echte Teilhabe und ein Miteinander ohne Ausgrenzung gestanden.

Sportanlage umfassend weiterentwickelt

Zu den sichtbaren Veränderungen während Bartmanns Amtszeit gehört auch die Modernisierung der Sportanlage. Der frühere Ascheplatz wurde in einen Kunstrasenplatz umgewandelt. Dadurch hätten sich die Bedingungen für Training und Spielbetrieb deutlich verbessert.

Auch der Rasenplatz wurde weiterentwickelt und kann nach Angaben des Vereins inzwischen als qualifizierte Leichtathletikanlage genutzt werden. Aus der bisherigen Sportanlage sei damit ein Standort entstanden, der über den reinen Vereinsfußball hinaus Bedeutung habe.

Die Entwicklungen seien allerdings kein Werk eines Einzelnen gewesen, betont Bartmann. Möglich geworden seien sie durch den Einsatz des Vorstandes, der ehrenamtlichen Helfer, Trainer, Eltern und Mitglieder sowie durch die Unterstützung von Sponsoren, Kooperationspartnern und der Politik.

Geordnete Übergabe angekündigt

Bartmann sieht den Verein trotz seines Rücktritts gut für die Zukunft aufgestellt. Die Jugendabteilung sei aufgebaut, die Infrastruktur modernisiert und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt worden. Bis zum Abschluss der Übergabe wolle er dem Vorstand noch zur Verfügung stehen.

„Ich gehe nicht, weil der Verein mich braucht – ich gehe, weil es Zeit ist“, erklärt der bisherige Vorsitzende. Er verabschiedete sich mit einem Dank für das entgegengebrachte Vertrauen, die gemeinsamen Erfolge, Diskussionen und entstandenen Freundschaften.

Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei Rot-Weiß Dorsten ist Sven Bartmann beruflich bei der Stadt Dorsten tätig. Dort leitet er die Abteilung Allgemeine Ordnung im Ordnungsamt.

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