Ein spannender Spätsommertag, gut gelaunte Besucher und ein Programm, das historische Gebäude und gelebte Geschichte in Szene setzte. Der Tag des offenen Denkmals wurde am Sonntag in Dorsten zu einem Fest der besonderen Art. Schon am Vormittag strömten Interessierte zu den verschiedenen Stationen, um sich auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben.
Ein besonderer Anziehungspunkt war der leuchtend rote Schienenbus, der zwischen Dorsten und Rhade pendelte. Mit seinem nostalgischen Charme zog er nicht nur Eisenbahnfans in seinen Bann. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die kurze Strecke an Bord des historischen Fahrzeugs zurückzulegen. Für manche war es eine erste Begegnung mit einem Zug dieser Bauart, für andere ein Wiedersehen mit vertrauten Erinnerungen.

Rund um den Bürgerbahnhof war den ganzen Tag über lebendiges Treiben zu spüren. Dort sorgten Anna Pitzfleischer, Thomas Woods, Manfred Laufs und Klaus Dieter Krause mit humorvollen Lesungen für beste Unterhaltung. Sie wechselten sich beim Vortragen ab, wobei Anna Pitzfleischer und Klaus Dieter Krause die weiblichen und männlichen Figuren in direkter Rede zum Leben erweckten. Thomas Woods und Manfred Laufs führten als Erzähler durch die Geschichten und gaben den Szenen ihre verbindende Dramaturgie. Das Publikum verfolgte die Vorträge aufmerksam und ließ sich von der augenzwinkernden Atmosphäre mitreißen.

Zeitzeugen, historisches Handwerk und nostalgischer Flohmarkt
Auch abseits des Bürgerbahnhofs zeigte Dorsten, wie vielfältig sein historisches Erbe ist. Im Bahnhof Wulfen berichteten Zeitzeugen über die Geschichte des Hauses und seine Bedeutung für den Bahnverkehr der Region. Das Spiekerhaus an der Vehme öffnete seine historische Werkstatt und gewährte Einblicke in alte Handwerkstechniken. Auf dem Gelände des CreativQuartiers Fürst Leopold erlebten Besucher Industriegeschichte aus nächster Nähe – mit Nostalgiemarkt, einer stimmungsvollen Fotoausstellung und der imposanten Maschinenhalle mit ihren Dampffördermaschinen.

Wer die Stadtgeschichte lieber in Bewegung erkundete, begab sich auf eine rund 30 Kilometer lange Radtour, die durch Hervest, Deuten, Wulfen-Barkenberg und schließlich in die Altstadt führte.
Am Ende dieses ereignisreichen Tages war klar, dass Dorsten nicht nur sein bauliches Erbe bewahrt, sondern es auch lebendig und erlebbar macht. Der Tag des offenen Denkmals wurde zu einer Einladung, die eigene Stadt neu zu entdecken – und zu einem Fest, das Geschichte und Gegenwart auf charmante Weise miteinander verband.



















































































