Frischer Wind im Dorstener Tierheim
Dorsten. Erst neulich kam eine hochtragende Fundkatze ins Dorstener Tierheim. Seit Ostersonntag ist sie stolze Mama von drei Kitten: Nuri, Halmiro und Enya heißen sie. Ihre Mutter stillt die Kleinen und lässt die Helfer im Tierheim auch an sie herankommen. „Wenn sie Hunger bekommen, wird es auch schon mal sehr laut“, erzählt Julia Förster, Mitarbeiterin im Tierheim.
Es wird wohl nicht die einzige Katze bleiben, die den Weg ins Tierheim antreten muss. Auch Marina Hinz, zweite Vorsitzende vom Tierschutzverein Dorsten und die Herrlichkeit Lembeck e.V., rechnet mit weiteren Fundtieren.
Fünf Katzenbabys neu im Tierheim
So haben die Mitarbeiter gegen Mitte April schon fünf kleine Katzenbabys aufgenommen. Anwohner fanden sie nahe dem Friedhof. Nachdem von der Mutter jede Spur fehlte, alarmierten sie die Helfer im Tierheim: Drei Kater namens Watson, Nietzsche und Mendel, zwei Kitten namens Rosalind Franklin und Marie Curie befinden sich jetzt in Pflege: Auszubildende Eva Bleckmann hat die drei Kater in ihre Obhut genommen.

Foto: Tierheim Dorsten
Mitarbeiterin Julia Förster zieht die beiden Kitten mit der Flasche groß: „Sie alle sind aus dem Gröbsten raus und in sehr gutem Zustand“, betont sie. Bei allen Babykatzen war die Nabelschnur noch dran, als sie ins Tierheim kamen. „Sie sind munter und sehr süß“, sind sich alle einig.
Ein Pudel namens Percy
So halten die Tiere das Team auf Trab. Engagiert und mit viel Liebe setzen sich die Mitarbeiter für ihre Lieblinge ein. Julia Förster hat zudem eine weitere positive Nachricht: Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an den Pudel, der vor etwa einem Jahr verwahrlost und abgemagert ins Tierheim kam.

Foto: Tierheim Dorsten
„Er lebt jetzt in Dauerpflege bei mir“, erklärt Julia Förster. Sein Fell war verfilzt, alle Zähne mussten herausgenommen werden. Diese waren in so schlechtem Zustand und so eitrig, dass nicht einmal sicher war, ob der Pudel die OP überlebt. Percy, der auch liebevoll Opa Pi genannt wird, ist mittlerweile 15 Jahre alt. Er frisst alles, was gekocht auf den Tisch kommt: Möhren, Kartoffeln, Nudeln und Reis. Das, was ihm schmeckt.
Auf Tabletten angewiesen
Jeden Tag ist er auf Nieren- und Kreislauftabletten angewiesen. Stolze 6 Kilo bringt er auf die Waage. Er fühlt sich im wahrsten Sinne des Wortes pudelwohl. Auch wenn er tobt: „Oft denkt er, er sei 5 Jahre alt“, freut sich Julia Förster. „Wir haben ihn ins Herz geschlossen. Eigentlich wollten wir ihn vermitteln, aber er hatte sich nach der Zeit so an mich gewöhnt, dass wir ihm die Eingewöhnung woanders nicht zumuten wollten. Er ist mein Baby“, ergänzt sie.

Foto: Tierheim Dorsten
Zwar weiß niemand, wie alt er noch wird. Doch es geht ihm sehr gut. Opa Pi liebt Spaziergänge, kommt gut mit den zwei kleinen Katzen klar und hat mit Fufu, einem elfjährigen Chihuahua, auf seine alten Tag auch noch einen neuen Freund fürs Leben gefunden.
Nach dem Tierarztcheck ins neue Zuhause
Die Katzenkinder haben schon die Augen geöffnet. Sie sind etwa zwei Wochen alt. Wenn sie zwischen 10 bis 12 Wochen alt sind, werden sie vom Tierarzt noch einmal durchgecheckt und geimpft und können ganz normal vermittelt werden, wenn sie gesund sind.
Weitere Helfer sind stets willkommen. Vor allem im Mai kommen verstärkt Fundkatzen ins Tierheim. „Wir sprechen hier auch von den sogenannten Mai-Kitten. Und der Mai hat gerade erst angefangen“.




























